Donnerstag, 5. Februar 2026

Leben in der Natur- der Waldläufer Gottes 2

Am ersten Tag trennte Gott das Licht und die Dunkelheit. Da die Erde sich um die eigenen Achse dreht, haben wir ständig den Wechsel zwischen Tag und Nacht.

Die Bibel erwähnt es so:"Er spannt den nördlichen Himmel aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts".   Hiob 26,7

Das Buch Hiob ist das älteste Buch der Bibel und ist voller naturwissenschaftlichen Aussagen. Heute können wir durch die Satellitenaufnahmen die Echtheit der biblischen Aussagen erkennen.

Die Erde und alle Planeten, hängen über dem Nichts im Weltall.

Der Mond dreht sich um die Erde, aber nicht um sich selbst. Daher sehen wir immer die gleiche Seite des Mondes in der Nacht. Es gibt Ausnahmefälle, bei denen wir den schwachen Mond auch bei Tag sehen können.

 

Unser ganzes Leben ist auf den Rhytmus von Tag und Nacht eingestellt.

Und für einen Waldläufer draussen in der Natur haben die Tageszeiten auch einen sehr großen Einfluss.

Bei Tag sehen wir gut, verrichten unsere täglichen Dinge und am Abend und in der Nacht beginnt die Ruhezeit. 

Wenn der Mensch sich von seinem Tagesablauf zurückzieht und es dunkler wird, kommen   in der Dämmerung  die Wildtiere hervor. Und das Nachtleben in der Natur beginnt.

 

 

Im Psalm 104, welcher sehr vieles über das Leben in der Schöpfung erzählt, wird es so erklärt:

"Du bestellst die Finsternis und es wird Nacht. In ihr regen sich alle Tiere des Waldes. 

Die Junglöwen brüllen nach Raub, sie fordern von Gott ihre Speise.

Geht die Sonne auf, ziehen sie sich zurück und lagern sich in ihren Verstecken.

Der Mensch geht ans Werk, an seine Arbeit bis zum Abend".

Psalm 104,21-23


Es ist für mich so faszinierend, wie genau die Bibel über das Leben schreibt und einen großen Unterschied zwischen dem Leben in der Wildnis und Zivilisation beschreibt. Dazu komme ich noch in den weiteren Teilen.

Einige Regeln für den  Waldläufer

  •  Bei Tageslicht sehen wir gut und erkennen die Farben. Bei Nacht und Dunkelheit sehen wir alles schwarz und grau.
  • Ein Wald den wir bei Tag gut kennen, kann wenn man es nicht gewohnt ist, bei Dunkelheit sehr beängstigend sein. Das darf man nicht unterschätzen.
  • Die meisten Wildtiere sehen in der Nacht sehr gut, wir Menschen leider nicht. 
  • Wer bei Tag keine Tiere sieht, kann bei Dunkelheit auf breiteren Waldwege laufen und mit einer starken Taschenlampe in den Wald hineinleuchten. Sehr oft wird man viele leuchtende Augenpaare sehen.
  • Wenn wir von Licht in die Dunkelheit kommen sind wir am Anfang fast blind. Mit der Zeit gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit und man sieht etwas mehr. Etwa nach 10- bis 30 Minuten. 
  • Aber immer noch sehr wenig und nur mit Hilfe von Restlicht, wie Mondschein oder Sternenlicht, Licht von der Ferne z.B. entfernter Stadt.
  • Sind wir in der Natur und je dunkler es ist und je mehr Sterne wir sehen, desto weiter sind wir von der Zivilisation, Städte und Ortschaften entfernt. Das hängt mit der Lichtverschmutzung, entfernte Ortschaften, Autolichter etc. zusammen.
  • Für Jemanden der sich verlaufen hat und zurück zur Zivilisation muss, kann die Lichtverschmutzung eine Hilfe zur Orientierung sein.
  • Kommt plötzlich ein Licht, Auto, Taschenlampe oder Feuer, Augen schließen , aber nicht zukneifen, und Kopf vom Licht wegdrehen. Oder zumindest ein Auge schließen. Sonst müssen sich die Augen wieder neu für einige Minuten der Dunkelheit anpassen.
  • Vor der Dämmerung ein Lagerplatz suchen
  • Alle wichtige Arbeiten wie Feuerholz suchen, Nahrung und Wasser sammeln, Reperaturarbeiten etc. bei Tageslicht erledigen.
  • Bei Dunkelheit auf Geräuschtarnung achten. Alle Geräusche hört man im Dunkeln sehr viel lauter und weiter.
  • Je älter man wir, desto schwerer fällt die Anpassung der Augen bei Nacht. 

Einige Regeln für die Nutzung der Lichtverhältnisse

  • Auch in der Nacht und Dunkelheit gibt es verschiedene Licht- und Schattenverhältnisse. Manche Stellen und Orte sind dunkler als andere. Dies muss man beachten und nutzen.
  • In der Dunkelheit mit etwas Restlich kann man noch Konturen von Pflanzen, Gebäude Menschen und Tiere usw. erkennen.
  • Auf Anhöhen kann man oft Konturen erkennen.Wer unerkannt bleiben will, muss dies beachten und in den Niederungen bleiben.
  • Wer bei Nacht im Lager im Wald oder Natur ein Feuer macht ist viele hundert Meter sichtbar. Wer unbemerkt bleiben will, vermeidet dies. 
  • Taschenlampe und anderes Licht nur im Notfall einschalten und verdeckt benutzen, oder auch Rotlicht verwenden.
  • Wenn wir im völligen Nachtschatten sind und in die hellere Dunkelheit schauen, können wir oft bewegende Menschen oder Tiere sehen. Zum Beispiel, vom dunklen Wald aus kann man unerkannt auf die freie Fläche am Waldrand schauen. Durch das Steulicht ist es da in der Regel immer etwas heller als im Wald. Diese Regel gilt auch in Ortschaften und Gebäuden.
  • In der Stadt vermeidet man gerne die völlig dunklen Stellen und Gassen. Hier werden wir zwar nicht gesehen, aber andere Leute, mit anderen Absichten, werden von uns auch nicht sofort erkannt.
  • Licht und Dunkelheit kann auch als Waffe eingesetzt werden.
  • Eine starke Taschenlampe in der Jackentasche kann bei Nacht gegen Angreifer eine gute Waffe sein, wenn man den Angreifer direkt ins Gesicht leuchtet.
  • Will man unerkannt bleiben und leuchtet mit der Taschenlampe sofort danach Standort wechseln.
 
 
 Ein Biwak im Wald im Nachtschatten. Der Tag beginnt aufs Neue.
 
 
Es gibt noch viele weitere gute Regeln und Ratschläge für die Dunkelheit.
Maches werde ich noch in weiteren Teilen zeigen.
Man kann einiges trainieren und üben. Die Anpassung bei Nacht, nächtliche Waldspaziergänge, auch mal aus dem Nachtschatten heraus Leute beobachten usw.

Montag, 2. Februar 2026

Leben in der Natur- der Waldläufer Gottes

 

Der Waldläufer Gottes


Nach langer Zeit beginne ich wieder in diesem Blog zu schreiben. Ich habe eine neue Serie angefangen, in der ich zeigen werde, was die Bibel zum Leben in und mit der Natur sagt.

Was die Bibel uns zeigt zum Unterschied vom Leben in der Natur und der Zivilisation. Und das Überlebenstraining in der Natur und Zivilisation anhand der Bibel.

Aber zuerst halte ich es für wichtig, über die Entsteheung der Erde zu schreiben und welche Auswirkungen  jeder Schöpfungstag für uns bedeutet und wie wir jeden Schöpfungstag in unser persönliches Naturtraining einbringen können.

Denn, wenn Gott der Schöpfer ist, hat er uns auch sehr viel dazu zu sagen. 

Unabhängig davon, ob man an Gott glaubt, oder nicht. An diesen Dingen kommt niemand vorbei. Die Natur und ihre Gesetze ändern sich dadurch nicht. Jeder kann für sich darin sehr viel für das Leben in der Natur mitnehmen. Denn wir alle haben nur diese eine Erde und Natur zum Exestieren.

Unsere Erde

Die Welt in der wir leben wurde von Gott erschaffen. Es ist die Umgebung, Landschaft und Natur, in der wir zurecht kommen müssen.

Jeder Schöpfungstag ist wichtig und jeder weitere Tag brachte weitere lebenswichtige Bedingungen für uns mit. Jeder Schöpfungstag brachte uns neue zusätzliche Überlebenhilfen, welche uns das Leben auf der Erde erst möglich machten.

Die Natur ist uns Menschen zum Leben gegeben. Leider hat sich der heutige Mensch sehr weit von der Natur und ihre Gaben entfernt. Die Trennung vom Leben in der Natur hin zur Zivilisation geschah schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte im Altertum.

Der Mensch, der ursprünglich Hüter und Bewahrer der Schöpfung sein sollte, hat diesen Aufgabe völlig vernachlässigt und aufgegeben.

Der durchschnittliche Mensch hat auch verlernt, wie man in der Natur lebt und in ihr zurechtkommt. Wie man die Landschaft liest und die Zeichen der Natur, Wolken usw. deuten kann.

Gott der Schöpfer gibt uns sehr viele Hinweise darauf wie man in und mit der Natur leben kann. Und das möchte ich versuchen anhand der Biblischen Aussagen wieder neu zu beleben.

Wie die Natur die Wildtiere versorgt und auch uns Menschen. Wie man Sonne Mond und Sterne liest, den Wasserkreislauf versteht, welche Nahrung uns die wilde Natur gibt uvm.

Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Am Anfang war die Erde wüst und leer. Der Geist Gottes schwebte im Universum und über der Erde. Durch sein Wort erschuf er die Erde und das Universum. 1.Mose 1-2

Der biblische Gott ist der Geist des Universums, oder das universelle Schicksal des Universums und so viele weitere Begriffe, wie es viele Menschen und Esoteriker und spirituelle Menschen oft deuten.

Gott schuf die materielle Welt aus dem Nichts, durch sein gesprochenes Wort.

  • Der erste Tag: Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. 1.Mose1,3-5

  • Am zweiten Tag schuf Gott eine Wölbung und nannte sie Himmel. Dadurch trennte er die Wasser,welche auf der Erde und im Himmel sind. 1.Mose1,6-8

    Diese Wölbung wird heute metereologisch die Tropopause genannt. In weiteren Teilen werde ich das genauer erklären. 

     

  • Am dritten Tag erschuf Gott das Land. Er trennte das Wasser vom Land. So entstanden die Meere, die Flüsse, Seen usw. Und auf dem Land lies Gott Gras wachsen, und Kraut das Samen hervorbringt, Fruchtbäume die Früchte hervorbringen, nach ihrer Art, in denen ein Same ist. 1.Mose1,9-13

     

  • Am vierten Tag setzte Gott die Lichter an den Himmel um Tag und Nacht zu trennen. Die Sonne, den Mond und die Sterne. Sie sollen uns Zeiger sein für Tag und Nacht, als Zeichen für die Zeit, Orientierung, den Jahreskreislauf und die Tage und Jahre. Das große Licht die Sonne ist für den Tag und das kleine Licht, der Mond und die Sterne sind für die Nacht.  

    1.Mose1,14-19

     

  • Der fünften Tag sprach Gott: Es sollen Fische und Wassertiere im Wasser wimmeln und Vögel sollen am Himmel fliegen. Und Gott schuf alle Wassertiere nach ihrer Art und alle Vögel nach ihrer Art. 1.Mose1,20-23

     

     

  • Am sechsten Tag sprach Gott: Die Erde bringe lebende Wesen hervor nach ihrer Art. Vieh und kriechende Tiere und wilde Tiere nach ihrer Art. Und am sechsten Tag schuf Gott auch den Menschen. 1.Mose1,24-26

     



So entstand das Leben und die Grundvorraussetzungen für unser Dasein. Als Gott fertig war sah er, dass alles sehr gut war. Was der Mensch später daraus gemacht hat und wie wir mit diesen Folgen in unserer Umgebung und der sehr zugesetzten Natur leben müssen, darum geht es in den weiteren Teilen.



Freitag, 29. Mai 2020

Glamping - mit Frau im Wald biwakieren

Schon immer waren meine Frau Tanja und ich sehr Aktiv und sind viel in der Natur, im Wald auf Bergen und Flüssen unterwegs.

Da gehört natürlich das Übernachten im Wald dazu. Obwohl wir da auch wirklich nur das Nötigste mitnehmen, gefällt es Tanja so sehr, dass sie es Glamping und nicht Biwak nennt.
Im Grunde stimmt es ja auch, mit einem Tarp/ Plane, Isomatte und Schlafsack kann man schon eine angenehme Nacht im Wald verbringen. Man spart viel Zeit im Aufbau, im Gegensatz zur Reisighütte und bleibt je nach Wetter relativ warm und trocken.


Das Biwak

Das Biwak ist eine geplante oder ungeplante Übernachtung draussen in der Natur und sehr häufig auch am Berg und in den Alpen.
Es ist rechtlich gesehen eine Grauzone und wird in der Regel, wenn man nicht gerade in einem Naturschutzgebiet oder Privatgrundstück übernachtet, toleriert oder zählt als eine Ordnungswidrigkeit.
Ein bekannter deutscher Survivor und Bushcrafter sagte einmal sinngemäß:" Nicht erwischen lassen ist die Königsdisziplin des Bushcraftens". Damit können wir gut leben.
Es gibt natürlich einige Regeln zu beachten die auch wirklich befolgt werden sollten.




Biwakregeln

  • leise sein
  • kein Müll herum liegen lassen
  • nach Möglickkeit kein Feuer machen oder nur sehr klein halten
  • Keine Bäume und Pflanzen in der Nähe beschädigen
  • Hinterlasse keine Spuren und den Platz sauber und aufgeräumt
  • Sei freundlich, wenn dich doch jemand sieht oder ein Jäger vorbei kommt

Die Vorteile des geplanten Biwaks

  • man bleibt unabhängig und macht Tourenplanung oft einfacher
  • es macht unheimlich viel Spaß 
  • es stärkt das Selbstvertrauen und Selbstzufriedenheit
  • man ist eng mit der Natur, dem Wetter und der Tierwelt verbunden
  • man ist flexibel und kann an einem schönen und sicheren Ort jederzeit bleiben oder weiterziehen
  • bei Mehrtagestouren sind wir nicht von festen Plätzen abhängig

     Hier einige Bilder und Erklärungen:

    Da wir bei einem Biwak nicht gesehen werden wollen, suchen wir uns oft Plätze an einem dicken umgestürzten Baum, oder so wie hier im ersten Bild einen Reisighaufen. Den haben wir nur noch gering vergrößert, weil der Hauptweg, der oft begangen wird sehr nah ist. So ist wenigstens schon mal eine Seite relativ sichtgeschützt.

    so haben wir den Platz gefunden



    fertig aufgebaut mit den US- Army Ponchos


    Die Baumstumpen hat Tanja gefunden und aufgestellt, sie will es ja beim Glampen bequem haben. Die Konservendose haben wir nur deswegen dabei, weil sie von unserem Vorrat abgelaufen war und verbraucht werden musste. Da wir so gut wie nie Dosen essen, macht es auch nichts aus, einmal darin zu Kochen, das spart Geschirr und Wasser zum abwaschen.
    Der Platz hat uns so gut gefallen, dass wir etwa 3 Wochen später noch einmal dorthin gegangen sind.
    Diesesmal mit einem Tarp.





    morgens bei herrlichem Vogelgesang

    Frühstück

    Biwak auf einer Wiese

    das MSR Hubba

    alleine nehmen wir meistens nur den US- Poncho

    Laub sammeln um den Schlafplatz weicher zu machen

    Feuer machen wir nur noch selten, die Entdeckungsgefahr ist uns zu groß und bei sehr trockenem Wald auch leichtsinnig

    wieder umgestürzte Bäume und Reisig ums Camp herum
    Tanjas Biwak alleine auf dem Neckarsteig
    gemeinsam auf Tour
    Die Veranda einer Waldhütte kann auch sehr nützlich sein
    Biwak auf dem E5

    wir wussten wir kommen erst spät nachts in den Bergen an, aber der starke Regen war nicht geplant

    Freitag, 22. Mai 2020

    Die Survivalküche - Wildgemüse mit Insekten

    Wer draussen mit offenen Augen unterwegs ist und einige Kentnisse über die Wildnahrung hat, sieht fast überall etwas essbares. So reichlich das Essen auch ist, leider ist vieles davon zwar magenfüllend, aber auf Dauer nicht besonders nahrhaft. Denn in einer längeren Notsituation braucht der Körper mehr, als nur gesunde Vitamine und Vitalstoffe, die uns die Wildpflanzen ja reichlich bieten.

     Brennnesselgemüse - Wegerichsamen - Bärlauchzwiebeln - Insekten

    Heute habe ich fast vor der Haustüre eine Mahlzeit gesammelt und zubereitet.
    Die Brennnessel gibt es bei uns in unendlichen Mengen und das fast das ganze Jahr. Verwechseln kann man sie eigentlich nicht, höchstens vielleicht mit der Taubnessel, das ist aber völlig unbedenklich.



     Schon von weitem erkennt man die Samenständer der Wegeriche, das macht die Suche sehr leicht und einfach.

    Mittelwegerich

    Spitzwegerich

    Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft möglichst immer tierische Notnahrung mit einzubeziehen, damit die Nahrung so vielfältig und nahrhaft wie möglich ist.
    Zusammen mit Pflanzennahrung merkt man kleines Getier im Essen gar nicht.

    Die Pflanzen findet man recht schnell und häufig, mit den beweglichen Tierchen ist das schon etwas aufwendiger.
    Im Wald sucht man nach morschen dickeren umgestürzte Bäume und Äste und bricht sie auf. Auch unter Moos und Steine, wird man oft fündig.





    An einer mir bekannten Bärlauchstelle habe ich zum Würzen noch einige Bärlauchzwiebeln mit einem Stock ausgegraben. Man braucht nur wenige Zwiebeln, denn sie sind sehr stark und scharf, aber sehr lecker und ausser Frühling, das ganze Jahr verwendbar.
    Auch die Samen des Bärlauch kann man jetzt als Pfefferersatz sammeln.




    Die Zubereitung


    • Zutaten auslegen und zurechtschneiden
    • Etwas Wasser kochen, gerade so viel, dass die Blätter überdeckt sind und ein paar Minuten köcheln. Dann einfach im Wasser stehen lassen.
    • Die Samenstände und Insekten in Öl frittieren
    • Das restliche Wasser des Gemüses abgießen,kann getrunken werden, und mit dem Frittierten zusammentun 
    Ich habe die Bärlauchzwiebeln zum Frittieren hineingeschnitten, das war ein Fehler. Sie verlieren dadurch ihren Geschmack und Schärfe. Aber aus Erfahrung wird man klug.

    Spinnen und Asseln

    Wegerich-und Bärlauchsamen und Zwiebeln

    frittieren mit Öl




    Meine häufigste Kochutensilien

    Da ich haupsächlich Survival Training mache, halte ich auch die Küche so einfach wie möglich, genauso auch die Zutaten. Ich versuche beim Zubereiten nur mit dem auszukommen, was ich draussen finde. Salz und Pflanzenöl nehme ich oft mit, aber nicht immer. Da dies in der Natur auch nicht zu finden ist.



    Mein Set für ein bis zwei Personen:

    • altes Vesperbrett
    • hoher Edelstahltopf 0,75l mit Markierungen
    • Kochtopf 0,75l mit Deckel als Pfanne (Edelstahl)
    • Göffel oder Spork
    • Berghafel 
    • Nalgene Wasserflasche 1L
    • Gaskocher

     Im Kochtopf habe ich noch ein Geschirrtuch, einige Küchentücher, einen Schwamm, Salz und Pfefferstreuer, den Griff für die Pfanne und etwas Alufolie.




    Es gibt noch so viele Rezepte und Essbares die ich ausprobieren möchte, und werde sie hier nach und nach mit der Zubereitung und Erfahrungswerten posten.

    Samstag, 25. April 2020


    Biwak - eine kleine Survivalanleitung

    Kleines Biwak mit 7 Gegenstände

    Ich habe meinen letzten freien Tag nochmal genutzt, und eine Nacht im Wald verbracht.
    Als Ziel hatte ich, mit nur 7 Gegenstände auszukommen und alles andere im Wald zu ergänzen.



    Die Wälder sind derzeit knochentrocken und ein Feuer ist daher nicht möglich!

    Für dieses Jahr habe ich das Feuermachen abgeschrieben. Vielleicht wird es mal noch an öffentlichen Feuerstellen möglich.
    Von daher habe ich voll auf Gaskocher umgestellt, was auch noch viele Vorteile hat. 
    • es geht schnell
    • nimmt kaum Platz bei der Ausrüstung
    • eine saubere Sache
    • man bleibt unendeckt und ist nicht schon von weitem sichtbar
    • dadurch entfällt auch der Stress mit der ständigen Angst, entdeckt zu werden
    • es gibt auch keine Rauch oder Geruchsentwicklung

                                                                                                 


    Meine Ausrüstung für dieses Biwack

    • Gaskocher
    • US-Poncho
    • Schlafsack
    • US- Feldflasche mit integriertem Becher
    • Beutel vom Kletterbedarf fürs Sammeln von Wildpflanzen und Notnahrung
    • Victorinox Taschenmesser
    • Feuerzeug
    • Kleine Taschenlampe am Schlüsselbund 
    Die letzten 3 Dinge sind gleichzeitig auch meine minimalste Ausrüstung, die ich immer täglich immer bei mir habe. Auf Neudeutsch wird das gerne auch mal EDC genannt. Every Day Carry!



    Die Säge am Messer halte ich für sehr wichtig, sie sägt sehr gut und man kann geräuscharm auch dickere Äste durchsägen. Noch dieckere Äste kann man zwischen 2 Bäumen abbrechen. Die Größe und Schärfe des Messers ist für die meisten Anwendungen völlig ausreichend. Große Messer werden überbewertet. Aber ja, jedes Werkzeug hat seinen Einsatzweck.




    Den US- Poncho habe ich als Hudson - Bay - Tragesack genommen. Eine gute und praktische Möglichkeit für einen Rucksack Ersatz.



    kann man auch schöner wickeln




    Darin wird der Schlafsack eingewickelt und weiter Gegenstände wie Kocher, ein Pullover oder Jacke etc. kann man noch im Schlafsack verstauen. Mit den Schnüren kann man die Plane spannen, was ich diesmal aber nicht gemaht habe.

    Mit dieser spartanen Ausrüstung musste einiges ergänzt werden, die Nahrung und die Isomatte.

    Das Waldläuferbett

    Direkt mit dem Schlafsack auf dem Boden liegen wird kalt und ungemütlich, daher ist eine gute Bodenisolation wichtig.
    So habe ich eine einfache Form des Waldläuferbetts gemacht.









     Wildschweine

    Ich bin bequem und warm gelegen, nur haben sehr nahe grunzende Wildschweine und andere Tiere, mich doch um die ein oder andere Stunde schlaf gebracht.
    Allerdings war ich mir sicher, dass die Wildschweine genauso Respekt vor Menschen haben, als wir vor ihnen. Daher bin ich weiter im Schlafsack geblieben, habe aber ein bisschen geraschelt, um zu zeigen, sie sind nicht alleine. Wahrscheinlich haben die mich aber eh schon längst gerochen und blieben auch nicht allzulange.
    Ich wusste ja schon im Vorfeld, die Stelle, an der ich biwakiere ist mit Tierbesuch zu rechnen, obwohl ich keine Tierpfade in der Nähe sah. 
    Deswegen lege ich immer Reisig um mein Lager, als kleinen Schutzwall und zur eigenen Beruhigung. Denn auch die Tiere suchen sich meist immer den bequemen Weg.
    Aber diese Nacht hat mir gezeigt, in Zukunft wird mein Schutzwall größer werden.

    Totholz als Schutzwall



    Nahrung

    Unterwegs findet man viele essbaren Pflanzen, leider sind sie meist auf Dauer nicht richtig stärkend.
    Ich grub Klettenwurzeln aus, verwendete die Blattstängel von der Klette und vom Wiesen- Bärenklau, und nahm noch einige Blattkräuter dazu, Brennnessel und Wald- Ziest. Das war dann mein Abenessen und zum Frühstück hatte ich einen Fichtennadel Tee.

    Wenn man weiß, man ist nicht lange unterwegs, reicht das völlig aus. Aber ist man länger draussen, muss man sich viel mehr Zeit zum Sammeln nehmen und um tierische Notnahrung kommt man nicht herum.


    Große Klette

    Wurzelgraben mit Grabstock

    Klettenwurzel, es gibt schönere

    Klettenblattstiele

    Wurzelausgraben

    Abendessen



    Die Stiele von der Klette und dem Wiesenbärenklau werden geschält und besonders von den Klettenstielen wenn möglich die Fasern entfernt. Kleingeschnitten auf 2-3cm und gekocht. Die Wurzeln mit dem Messer sauber gescharbt, kleingeschnitten und auch gekocht. Die Blätter habe ich einfach zerissen und auch mit ins Kochwasser hinein. Je nach Gefühl 10 - 20 Minuten kochen.
    Die geschälten Klettenstängel kann man auch unterwegs roh essen, die Fasern ausspucken. Leicht bitter. Die geschälten Wiesenbärenklau Stängel kann man auch roh essen und schmecken sehr gut.


    Waldziest


     
    links Gundermann rechts Waldziest

     
    Wiesenbärenklau

    Einige Impressionen vom morgenlichem Wald

    der Tag beginnt so langsam

    es wird heller



    so liegt man da im Dunkeln