Freitag, 15. Mai 2026

Mit "Einkaufszettel" zum Sammeln in der Natur und Rezepte

Jetzt ist die Zeit, in der die Natur uns reichlich Pflanzen zur Nahrung bietet. Überall wohin man schaut, kann man essbare Wildpflanzen sehen. Nicht immer an Stellen, wo man sie auch ernten möchte, z.B. an Feld- und Straßenrändern, aber sie sind da.

Sammeln mit System

Bei diesem reichlichen Angebot macht es Sinn, sich vorher zu überlegen, was möchte ich heute sammeln, zubereiten und ausprobieren.
Ich bereite vorher schon einiges zur Verarbeitung vor und lese eventuell noch einmal über verschieden Pflanzen und Rezepte nach.
Dazu schreibe ich mir eine Liste wie für den Supermarkt, nur für Natur.
 
 


So hält man auch die Kontrolle über dasSammelgut. Denn es passiert nur allzu gerne, dass man in der Sammelleidenschaft und verführerischen Auswahl viel zu viel unkontrolliert mitnimmt. 
Dasselbe passiert uns auch gerne mal im Supermarkt, besonders wenn man hungrig und planlos einkaufen geht.
Unterwegs beim Sammeln entdeckt man natürlich viele weitere Pflanzen die man beim nächsten mal verwenden kann, man merkt sich die Stellen, an denen sie auf uns warten.

Das Sammelgut nach Plan

 
Diese Pflanzen verwendete ich für Wurzelgemüse, Stängelgemüse, Blüten für Gelee und Knäckebrot, Kräutersalz, Salat und Gewürzkräuter.




                        Das Sammelgut von heute, die unteren zwei Bilder.

                        
Die letzten Tage hat es viel geregnet, daher konnte ich nur Pflanzen sammeln, welche sowieso gewaschen und gleich verwendet werden. Daher habe ich keine Teekräuter mitgenommen, habe mir aber gemerkt wo sie stehen fürs nächste mal.
 
Kräuter, welche man trocknet soll man nicht vorher waschen, dass kann zu Schimmelbildung führen. Und die Trocknung dauert viel länger.
Teepflanzen haben bei Regenwetter auch viel weniger ätherische Öle und verlieren an Wirkung und Geschmack.

                          Knäckebrot mit Rotkleeblüten und Salat


                        Zum Salat habe ich noch in Öl gedünstete Wegerichsamenstände angeröstet


Zur Zeit experementiere ich sehr viel und erweitere ständig mein Kräuterwissen. Dazu muss ich auch viel ausprobieren. 

Knäckebrot

Ein sehr einfaches Rezept ist das Knäckebrot .
 
  • Eine halbe Schüssel Blüten, ich habe bisher Löwenzahnblüten und Rotkleeblüten verwendet. Nicht waschen.
  • Die Blütenblätter vom Blütenboden trennen
  • Dazu gibt man 5- 10 Esslöffel Mehl und etwas Salz
  • Dann gibt man wenig Wasser dazu, es soll kein flüssiger Teig sein.
  • Teig kneten und wenn zu trocken noch etwas Wasser dazu. Aber sehr sparsam.
  • Den Teig auf dem Backblech auf Backpapier mit einem Esslöffen sehr dünn verstreichen.
  • Backofen auf 150 Grad vorheizen.
  • Den Teig eine Stunde bei 150 Grad auf mittlerer Schiene backen.
  • Nach einer Stunde nachschauen. Teig umdrehen und noch einmal 10- 20 Minuten auf der anderen Seite backen.
  • Das Brot muss hart sein wie Knäckebrot.
 

Das fertige Knäckebrot sieht man weiter oben. Auch beim Rotklee muss man die Blütenblätter vom Blütenboden entfernen. Macht etwas Arbeit, aber es lohnt sich.

Da ich doch zuviele Blüten gesammelt habe und ich kein zu großes Brot wollte, habe ich ungeplant noch einen Rotklee Gelee angesetzt. Bin gespannt wie er schmeckt.

Die Wildpflanzen geben uns nie endende Möglichkeiten Dinge und Rezepte auszuprobieren und eigene Ideen zu kreieren. Man lernt nie aus und lernt immer Neues dazu. Oft auch durch ungeplante Missgeschicke die sich zum Guten wenden.


Hähnchenbrust mit Stängelgemüse aus Klettenlabkraut, Gierschstängel und Blütenstängel der Großen Klette. Einfach lecker.

Der Versuch mit den Stängeln des Wiesenlabkraut war nicht so gut. Sie wurden nicht so weich. Ich werde es irgendwann noch einmal probieren.
 
                             Wiesenlabkraut Stängelgemüse


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