Sonntag, 4. März 2018

Alpiner Basiskurs 2

Jedes Jahr führe ich für meine Sektion des Deutschen Alpenvereins einen 4-tägigen Alpinen Basiskurs durch.
Auch letztes Jahr war ich wieder mit 12 Teilnehmern Anfang Juli im Verwallgebirge für diesen Ausbildungskurs.
Diese Gegend eignet sich sehr gut für solche Kurse, die meisten Gipfel sind unmarkiert und das Gelände für Anfänger bis Fortgeschrittene sehr geeignet.


Die Teilnehmer sind sehr unterschiedlich gemischt von 20 Jahren bis zu 70 Jahren, Männer und Frauen, mit unterschiedlichen Bergerfahrungen und Erwartungen an den Kurs.
Die Ausbildung besteht aus einem praktischen und theoretischen Teil. Wir arbeiten gemeinsam ein etwa 40 seitiges Manuskript durch. Tagsüber gehen wir immer auf Trainingstouren wo wir auch viele Übungen durchführen und abends haben wir ein separates Zimmer für uns, wo wir noch vieles in der Theorie durchgehen, aber am nächsten Tag auch praktisch anwenden werden.

Es ist immer mein Ziel, dass die Teilnehmer alles was im Kurs besprochen wird, auch einmal praktisch geübt oder gesehen haben.
Im Laufe der Jahre habe ich den Alpinen Basiskurs eher in einen Survivalkurs umgewandelt.
Ich versuche immer je nach Wetterlage und vorhandenem Gelände möglichst viele Situationen praktisch durchzuführen, welche beim Bergwandern passieren können.

Dieses Jahr war das Wetter sehr durchwachsen und der Wetterbericht für die ersten 3 Tage war sehr regnerisch und mit Gewitter angesagt.
Laut Wetterbericht war am Aufstiegstag ab etwa 16 Uhr Gewitter und Regen vorhergesagt.
Um etwa 12.30 waren standen wir, nachdem wir ein Stück mit der Seilbahn gefahren sind, an diesem Wegschild.

Ich erklärte gleich am Anfang der Tour welche wichtige Anhaltspunkte uns diese Schilder geben können und besonders wenn Unwetter angesagt sind, die Stundenangaben sehr wichtig sein können.
Laut Wetterbericht hätten wir theoretisch noch ohne Gewitter an der Hütte ankommen können. Das kam dann aber anders. Darauf muss man vorbereitet sein, da Gewitter zwar angesagt werden können, aber niemals der genaue Zeitpunkt.

Diese Zeitangaben sind auch besonders für Gruppen interessant, da man an ihnen feststellen kann, wie schnell die Gruppe ist. Schafft man gemeinsam die angegebenen Zeiten oder braucht man viel länger dazu? So hat man eine gute Richtlinie.

Nach etwa 1,5 Stunden erreichten wir den wunderschönen Wiegensee, wo wir die erste größere Rast machten. Schon bis dahin sahen wir, dass die Wolken sich gewaltig zusammenzogen haben und in unsere Richtung kamen.
Wiegensee

Gewitterfront kommt auf uns zu. Blick vom Wiegensee.
Wir machten nur eine kurze Rast und gingen schnell weiter, da auch schon der erste Donner zu hören war. Kurz danach kamen die ersten Regentropfen. Der Wind und der Regen wurden schnell stärker und wir zogen unsere komplette Regensachen an.
Wir hatten Glück, dass wir nicht im Zentrum des Gewitters waren und es noch ein Stückchen von uns weg war. Und da wir noch beim Aufstieg waren, waren wir in noch einigermaßen sicherem Gelände, auch bei Gewitter. In der Verbellaalpe angekommen, standen schon mehrere Wanderer und Gruppen im Kuhstall der Alpe und auch wir standen dort unter und schauten dem Gewitter zu.

Nach etwa einer halben Stunde war der Regen nur noch sehr schwach und wir gingen weiter. Die Regenklamotten hatten wir noch an und die letzte Stunde zur Hütte wollten wir schnell hinter uns haben.

Bei der Hütte angekommen, kamen wir in winterliches Wetter. Die Tage vorher hat es dort noch öfters noch geschneit.
Schaidsee

die Neue Heilbronner Hütte im Schnee

Der Schaidsee, der auch für die Wasserversorgung der Hütte wichtig ist, war Anfang Juli an vielen Stellen noch mit Eis bedeckt.

Nachdem wir uns in der Hütte eingerichtet hatten, ging es nach dem Abendessen mit der Theorie los.
Zuerst sprachen wir noch einmal ganz gründlich über das Gewitter und wie man sich dabei im Gebirge verhält. Dieses Thema war ja schließlich ganz aktuell.
Danach ging es weiter mit der Ausrüstung, Planung und Durchführung von Bergtouren, Orientierung mit Karte und Kompass. Die Tour für den nächsten Tag wurde anhand der Karte ausgearbeitet.

Der nächste Morgen war sehr verregnet, so haben wir den Theorieteil nach dem Frühstück vorgezogen. Erste Hilfe, Vertiefung von Karte und Kompass, Alpine Gefahren.

Gegen 11 Uhr wurde der Regen schwächer und wir gingen in voller Regenkleidung endlich los.

Der Regen hörte bald auf aber die starke Bewölkung blieb. Die Sichtweite war nicht sehr groß. Uns war klar, dass wir aufgrund des Wetters und der Schneeverhältnisse weiter oben den geplanten Gipfel nicht schaffen werden. Das war aber nicht weiter schlimm. Ich führte die Gruppe voll in die Wolken, um bewusst zu zeigen, welche Situationen am Berg passieren können.

ein Steinmännchen zur Orientierung


Wir übten bei dieser Sicht die Orientierung mit der Karte und Kompass und ein Teilnehmer hatte sein GPS dabei. Aber irgendwann gibt es einen Punkt, wo man mit beidem nicht mehr weiter kommt. Außer man will sich bewusst in Gefahr bringen. Es gab einfach keine sichtbaren Orientierungspunkte mehr. Aber für die Teilnehmer war dieses White out eine völlig neue Erfahrung.

Noch vieles wurde in diesem Kurs geübt.
Begehen von Schneefeldern und Abrutschübungen. Auf Schneefeldern, besonders den Altschneefeldern passieren immer noch die meisten Unfälle beim Bergwandern.
Hier einige Bilder dazu auf dem Weg zur Westlichen Fluhspitze 2473m:


unser Weg zur Fluhspitze

Abstieg vom Gipfel

Aufstieg über eines der vielen Schneefelder

Wir übten Kletterpassagen, Gehen und Wegfindung im weglosen und unmarkierten Gelände, Trittsicherheit auf Geröll, Platten- und Blockgelände und größere Bäche zu überqueren.
Blockgelände


Klettern ohne Seil

Plattengelände

Plattengelände

Bachüberquerung


ein mit Schnee bedeckter Bach. Eine sehr gefährliche Situation

Wir spielten eine komplette Notfallübung durch mit Verletztentransport, Notrufkette, Erste Hilfe, Biwaksack und Verwendung der Rettungsdecke.



Biwaksack als Sonnen- und Windschutz
Orientierung mit Karte und Kompass:



Die letzten eineinhalb Tage wurde das Wetter besser und wir konnten sogar eine Theorieeinheit im Freien abhalten und noch am nächsten Tag einen weiteren Gipfel besteigen.
Unterricht im Freien nach einer gelungenen Tour

unser Weg zum Valschervieler 2696m

kurz vor dem Gipfel

der Abstieg


Der Kurs hat allen Teilnehmern sehr gut gefallen und das etwas schlechtere Wetter war ein Glücksfall für uns. Das Thema Wetterkunde und alpine Gefahren konnte ich an vielen Situationen praxisnah erklären, besser als jede Theorie.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Wie klappt es wirklich mit den Sparen?

Unabhängig davon, ob man jetzt schon einen monatlichen Sparbetrag zur Seite legt oder nicht, geht es in diesem Beitrag nicht um das bisher gesparte. Das bleibt völlig unangetastet und soll auch nicht geändert werden.

Es geht um die zweite monatliche Sparrate, welche man durch Anwenden von Spartipps einsparen kann. Dieser Betrag wird nie gleich sein und sich immer ändern.
Aber jeder Betrag, der zum bisherigen Sparbetrag dazugelegt wird, ist ein Erfolg.
Und selbst wenn es mal einen Monat nicht klappt mit den Spartipps, hat man trotzdem noch seine bisherige Sparrate.

Eine traurige Tatsache


Das Leben ist heute so teuer geworden, dass man ernsthaft zum Sparen gezwungen ist. Kredite sind auf Dauer keine Lösung und vergrößern nur die Probleme.
Eine Brille, ein Zahnersatz, ein Unfall, eine größer Anschaffung, ein Urlaub usw. ist heute ohne etwas bei Seite zu haben fast nicht mehr erschwinglich.
Und wir alle bekommen immer mal wieder eine unangenehme finanzielle Überraschung, natürlich immer dann, wenn es gerade nicht passt.
Wir müssen alles daran setzen, in der Lage zu sein, etwas zurücklegen zu können.
Ich weiß, dass ist heutzutage leichter gesagt als getan. Aber es ist möglich.

Die meisten Spartipps, welche man so in den Medien finden kann, machen Sinn und können etwas bewirken. Aber viel zu oft verpuffen sie wieder.
Meist ist es so, dass wenn wir irgendwo etwas eingespart haben, z.B. beim letzten Stadtbummel weniger Snacks, Kaffee etc., dafür aber etwas anderes gekauft, weil ja auf einmal etwas mehr Geld übrig war.

Sparen oder nur Jonglieren mit dem Geld?


An einer Stelle eingespart, an der anderen wieder ausgegeben. So sieht der Kreislauf tatsächlich aus. Dem können wir leider nicht entkommen.
Das ist aber nicht weiters schlimm, denn nur Sparen ohne Zweck, macht ja keinen Sinn.
Nur Sparen damit man spart, ist Quatsch!

Im vorherigen Bericht habe ich geschrieben, dass die Einstellung zum Geld und dem Lebensstil überdacht werden muss, damit Sparen wirklich erfolgreich sein kann.

Wer wirklich erfolgreich sparen will, muss tatsächlich bereit sein, das ganze Leben neu auf den Kopf stellen.
Dazu gibt es viele Spartipps: Versicherungen überprüfen, Fixkosten reduzieren, Lebenskosten reduzieren, Konsum überdenken usw.
All die Spartipps die es dafür gibt, können wirklich mit großen Einsparungen erfolgreich sein.
Nur der Wille muss da sein, sie auch wirklich umzusetzen.

Es gibt Tipps, die bringen tatsächlich sichtbare Einsparungen, und manche helfen nur, um kein weiteres Geld ausgeben zu müssen z.B. das Beispiel mit der Verpackung als Müllbeutel aus einem anderen Beitrag von mir. Es bringt kein Geld, man braucht aber auch keins auszugeben.


Obwohl wir schon vorher unsere Versicherungen gut überprüft haben, so konnten wir letztes Jahr im September, als wir unser neues (gebrauchtes) Auto anmeldeten, wieder bei der Versicherung nochmalig etwa 50€ einsparen und sind noch besser versichert als vorher. Man lernt nie aus.

Der Kleinkrieg mit den vielen Spartipps


So wie oben können wir jeden Spartipp durchgehen, ob und wie weit er sinnvoll ist. Das muss aber jeder für sich selbst ausmachen.
Die Spartipps, welche ich in meinen vorherigen Beiträgen gebracht habe, wenden wir selbst auch fast immer erfolgreich an und sie helfen uns auch wirklich weiter.
Beim Sparen entscheidet jeder für sich selbst, wie weit man gehen will und kann.
Sparen kann auch anstrengend sein und es muss für viele ganz neu gelernt werden.
Es ist ein Lebensstil für den man sich entscheidet oder eben nicht. 
Aber sehr schnell hat man dies verinnerlicht und handelt einfach und denkt nicht mehr groß darüber nach. Es läuft so nebenbei.
Und wenn man den Erfolg sieht, macht es sogar richtig Spaß!



Aber das allergrößte Problem beim wirklich erfolgreichem Sparen ist die mentale Grundeinstellung dazu.
Wie ich schon im vorherigen Beitrag geschrieben habe, passt Sparen nicht so ganz in unseren heutigen Lebensstil. Und erzählen wir anderen davon, werden wir gerne belächelt.
Denn Verzicht, oder mal auf etwas länger warten, bis man es tatsächlich erspart hat, fällt heute vielen Menschen schwer. Selbst die Kinder lernen das heute so gut wie nicht mehr.

Da muss man drüber stehen. Und wenn  man weiß, warum man spart, ist das auch kein Problem mehr. Jeder muss selbst herausfinden, warum man spart.
Ich spare gerne weil:

  • ich mehr Geld für Reisen haben möchte
  • ich mit meinem Geld mehr anfangen möchte
  • je mehr ich die Fix- und Sonstige Kosten reduzieren kann, desto weniger hart treffen mich Geldeinbussen z. B. Arbeitslosigkeit
  • ich habe immer einen Geld puffer, auf den ich zurückgreifen kann, wenn unvorhersehbare Kosten aufkommen
  • es ist ein schönes Gefühl, etwas auf der hohen Kante zu haben
  • ich kann mir manche Dinge die ich möchte auch mal leisten
  • ich den Konsumzwang nicht mitmachen will
  • um besser auf eine magere Rente vorbereitet zu sein

Um wirklich sparen zu können darf man sich nicht mit den vielen einzelnen Spartipps verzetteln. Wir führen sie zwar durch, messen den Erfolg aber erst am Ende des Monats.

Beispiel: Haben wir es geschafft, heute mal auf einen Kaffee auswärts zu verzichten, oder auf den sonstigen 2. oder 3. legen wir das gesparte Geld nicht sofort weg. Es bleibt im Geldbeutel. Der Monat ist noch nicht vorbei. Aber mental gibt uns das einen großen Vorteil, weil wir einen großen gefühlten Erfolg verbuchen können. Das wird oft helfen, weiter Erfolge zu erreichen. Kommt das öfters vor, bleibt am Ende des Monats tatsächlich oft mehr übrig, als man sich selbst vorstellen kann.
Und dieses Geld wird dann natürlich zur Seite gelegt.

Die meisten Spartipps helfen nur dabei, die Kosten im Alltag etwas niedriger zu halten, damit man mit dem Grundgehalt besser zurechtkommt.
Den größten Sparanteil hat man nur, wenn man durch nutzen von Spartipps in der Lage ist, alle Zusatzeinkommen wie Weihnachtsgeld, Nebenjobs, Steuerausgleich usw. zum guten Teil sparen kann.

Denn viele Tipps bringen, einzeln gesehen, nur wenig Geld, aber auch Kleinvieh macht Mist, wenn am Ende des Monats wirklich eine brauchbar gesparte Summe übrig bleibt.

Fixkosten: wo und wie kann man da etwas reduzieren. Ist der schwerste Punkt aber nicht ganz unmöglich, hier etwas zu tun.

Lebenskosten: hier kann man sehr viel tun. Und Spartipps dafür gibt es genug.

Sonstiges: auch hier kann man sehr viel tun, ohne in Askese oder Geiz leben zu müssen. Wer es aber nicht schafft, seinen Konsum zu überdenken, wird keinen Erfolg haben.

Ganz wichtig beim Sparen ist es ein Haushaltsbuch zu führen. Man muss wissen und auch jederzeit nachschlagen können, wo die Ausgaben hingegangen sind. Alle Einnahmen und Ausgaben in verschiedenen Sparten werden dort eingetragen.

Sparen konkret

Ich bringe nochmal die Beispielrechnung vom letzten Beitrag.

Einkommen 2000€ - Fixkosten 1200€- Lebenskosten 600€ = 200€ übrig

Die letzte 200€ werden variieren. Es kommen immer unvorhergesehene Dinge, welche auch mal die 200€ brauchen werden. Oder sogar noch mehr.

Nach meiner persönlichen Erfahrung sieht es so aus, dass wenn sich das Anwenden der verschiedenen Spartipps eingependelt hat, man in etwa weiß, welchen Betrag man im Monat tatsächlich sparen kann. Das kann man am besten im Haushaltsbuch feststellen.
Einen Teil dieses Betrags, niemals alles, denn wir wissen nicht was noch kommt, dann am Monatsanfang gleich weglegen. Der Rest kommt am Ende des Monats dazu.

Dieser Betrag wird nie gleich sein. Jeder Monat ist anders.
Ich bin der festen Überzeugung, dass es in jedem Haushalt Einsparungsmöglichkeiten gibt. Mal mehr, mal weniger.


Schritte zum Sparen:

  • Unabhängig davon, welchen Betrag man bisher zum Sparen weglegt, müssen wir versuchen, diesen Betrag zu erhöhen. Der erste bisherige Betrag wird beibehalten und der zweite Betrag, der monatlich variieren wird, legen wir dann einfach am Ende des Monats dazu.
  • Hat man es geschafft, jeden Monat etwas einzusparen und der Betrag in etwa immer gleich ist, legt man gleich am Monatsanfang die Hälfte dieses Sparbetrags extra zur Seite. Das hat einen großen psychologischen Vorteil. Wir wissen noch nicht, wie sich der Monat entwickelt, aber eine kleine Sparrate haben wir schon. Selbst wenn es der einzige Betrag bleibt.
  • Hat man es geschafft, an einem Tag durch Spartipps etwas gespart zu haben, kann man sich belohnen, indem man einen Teil des Geldes, nicht alles, in eine extra dafür gedachte Dose, Glas oder was auch immer, hineinlegt. Und wenn es nicht viel ist, sieht man trotzdem einen messbaren Erfolg. 
  • Nie alles gesparte deswegen sofort weglegen, weil man nicht weiß, was noch kommt und wenn man Pech hat, kann in den nächsten Tagen alles wieder aufgebraucht sein. Und man muss wieder in den Spartopf greifen. Das kann sehr frustrieren, und sogar dazu führen, mit dem Sparen ganz aufzuhören, weil es ja doch keinen Sinn macht.
  • Ist der Monatslohn immer verschieden, wegen Zulagen, Überstunden usw., gehen wir immer vom Grundlohn aus, natürlich nur dann, wenn er tatsächlich zum Lebensunterhalt ausreicht. Bekommen wir mehr, ist es gut einen Teil davon, sofort wegzulegen. Hätten wir diese Zulagen nicht bekommen, müssten wir ja auch mit dem Grundgehalt auskommen. 
  • Das größte Ziel muss sein,dass man in der Lage ist, alle Zusatzeinnahmen, Nebenjob, Steuerausgleich, Urlaubs- und Weihnachtsgeld usw. einen großen Teil davon weglegen zu können.
  • Wenn das Anwenden von Spartipps dazu erfolgreich ist, um die wirklich großen Beträge sparen zu können, dann hat es sich auch wirklich gelohnt.
  • Denn dass sind letztendlich die wirklich großen Sparbeträge, mit denen wir uns große Dinge, Reisen, Medizinische Versorgung, Brillen Zahnersatz usw. leisten können.
  • Ziel muss es sein, so zu leben, dass wir im geregelten Alltag unabhängig von diesen Zusatzeinnahmen sind. 
  • Für Nebeneinkünfte sorgen. Um wirklich größere Summen sparen zu können.

Eine sehr erfolgreiche Spargeschichte
Im Sommer  letzten Jahres ging unser Küchenherd nach 16 Jahren kaputt. Wir gingen einen neuen kaufen. Wir hatten das Geld um bar zu bezahlen, darum fragten wir auch, ob wir Skonto bekommen, wenn wir jetzt sofort bezahlen. Nein war die Antwort, der Preis bleibt gleich.
OK, wir nahmen einen 6 monatigen sogenannten 0% Kredit, war ja sehr überschaubar.
Im nachhinein war das gut so, denn inzwischen ging auch das Auto kaputt und wir brauchten ein neues. Und wir hatten mehr Geld sofort auf der Hand, weil wir den Herd nicht bar bezahlt haben.

Auch da haben wir nach Rabatt bei sofortiger Barzahlung gefragt und auch bekommen.
Solche Dinge führen natürlich dazu, dass der Spartopf ziemlich leer geworden ist.
Aber egal, wir haben wenigstens einen, egal wie viel drin ist. Und ein leerer Topf kann auch wieder gefüllt werden.
Inzwischen ist der Herd abgezahlt. Diese monatliche Rate hat uns nicht sehr belastet und so haben wir beschlossen,diese Rate weiterhin jeden Monat zur Seite zu legen.

Es gibt immer Möglichkeiten zum Sparen, wir müssen sie nur nutzen! 


Ich wünsche euch allen viel Erfolg beim Sparen! Es lohnt sich.



Dienstag, 6. Februar 2018

Machen Spartipps Sinn? Was bringen sie wirklich?

Anregungen, Tipps und Ideen zum Sparen gibt es heute wie Sand am Meer. Es gibt schon eine sehr große Zahl an Büchern und unzählbare Mengen an Videos und Informationen dazu im Internet und andere Medien. Ich habe ja selbst auch schon hier im Blog öfters etwas dazu geschrieben.

Kurzer Rückblick


Schon seit meiner Kindheit lebe ich nicht verschwenderisch und lernte schon früh das Sparen. Wollte ich früher etwas haben, ein Fahrrad, Kassettenrekorder, eine Schallplatte, den Führerschein oder das erste gebrauchte Auto, so habe ich darauf sparen müssen. Mit etwas Glück haben dann die Eltern, Omas usw. dann noch etwas daraufgelegt. Sparen auf große Anschaffungen wurde von der Familie als Belohnung schon unterstützt, außer unsere Eltern waren total gegen diese Wünsche.
Auch Geburtstage und Weihnachten waren damals sehr wichtig für uns, weil wir da oft Wünsche erfüllt bekamen, die für unser Taschengeld schon recht teuer waren.

Einen Kauf auf Pump oder Schulden machen, kam für uns als Jugendliche nie in Frage.
Etwas zu kaufen, wenn  man das Geld dazu nicht hatte, war für uns undenkbar. Dazu hatten wir das Glück, dass wir gar nicht die Möglichkeit hatten, uns als Kinder und Jugendliche so zu verschulden,wie es heute leider möglich ist. Das hätten die Eltern auch niemals zugelassen.

Da wir ständig irgendwelche größere Wünsche hatten, habe ich mit meinen Freunden immer in den Ferien irgendwelche Ferienjobs angenommen und haben auch sonst nach Einkommensmöglichkeiten gesucht. Ich habe lange Zeit als Schüler fast jeden Samstag an einer Tankstelle gearbeitet. Das war damals wirklich gutes Geld.  Für meine Freunde und mich war das selbstverständlich und hat auch Spaß gemacht. Nebenbei habe ich bei den vielen Firmen, wo ich gejobbt habe, auch Dinge gelernt, von denen ich heute noch Nutzen davon habe.
Und das Schönste war, wenn wir endlich unser Sparziel erreicht hatten, wir es viel freudiger und länger genießen konnten, als das heute meist der Fall ist.

Die unzähligen Spartipps


In den letzten Jahren habe ich sehr viele Bücher, Internetseiten, Blogs und Foren gelesen und viele Videos geschaut, zum Thema sparen.
Mein erstes Fazit, der große Clou ist nirgends dabei und das meiste wiederholt sich ständig und wird immer wieder neu aufgemacht dargestellt. Das kann jeder, der sich nur ein bisschen mit diesem Thema befasst, sehr schnell feststellen.

Es ist schön und motivierend, solche Berichte zu lesen und Videos anzuschauen, aber was bleibt im Endeffekt wirklich davon hängen und wie erfolgreich sind diese Tipps?
Fast jede Zeitschrift hat heute Spartipps und sie gehören dazu, wie das wöchentliche Horoskop.
Und genauso Oberflächlich sind sie in der Regel auch.

Ohne Geld geht heute nichts. Weder Reisen, noch Mode oder sonstiger Konsum. Dementsprechend können wir auch überall in diesen jeweiligen Sparten Spartipps finden, den Sparen soll ja nur dem Zweck dienen, unsere Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Denn irgend jemand will immer an unser Geld. 
OK, das ist nicht ganz falsch und Geld ist nun mal das heutige Zahlungsmittel weltweit. Und wenn wir etwas möchten, dann brauchen wir auch das Geld dazu.

Also Sparen für den Konsum!

Warum klappt es nicht so recht mit dem Sparen?


Dazu gibt es mehrere Antworten, auf die ich auch zurückkommen werde, aber zuerst der Wichtigste Gedanke dazu.

"Der Betrag, den wir tatsächlich sparen können ist in der Regel sehr gering!"

Die heutige Löhne sind oft nicht mehr so berauschend groß, oder anders gesagt, bei vielen bleibt nach Abzug aller Kosten nicht mehr viel übrig. Das ist unabhängig vom Verdienst. Wer mehr verdient hat nicht unbedingt mehr Geld übrig, weil der Lebensstil und die Kosten dann meist auch dementsprechend höher ist. 

Ein kleines Rechenbeispiel:
Einkommen 2000€. Miete, Fixkosten usw. 1200€. Lebensmittel, Auto, Sonstiges 600€. Da bleiben rechnerisch 200€

Theoretisch bleiben 2400€ im Jahr übrig.
Das reicht nicht für große Sprünge und mit Sparen ist da auch nicht viel drin.
Auf diese (Milchmädchen) Rechnung werde ich im nächsten Teil noch einmal eingehen.

Diese Rechnung muss jeder für sich mit seinen eigenen Zahlen durchgehen.
Kommt eine Autoreparatur, kaputte Waschmaschine und ein Urlaub dazu, ist man eher im Minus als im Plus.
Das ändert sich auch nicht, wenn wir einen "Coffee to go" mehr oder weniger trinken.
Dieser Kaffee gehört ja zum Standard der Spartipps. 

Die Lage scheint hoffnungslos zu sein.

Wie kann man sparen und bringen Spartipps doch etwas?


Sie bringen viel, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.
Und das ist zuallererst die mentale Einstellung dazu.

Wir müssen uns ganz klar sein, dass wir nur ein Gewisses Einkommen haben und mit diesem auch zurecht kommen müssen.
Dieser Standpunkt ist heute leider etwas unpopulär, da eine riesige Kreditwirtschaft und auch die gesellschaftlichen Gepflogenheiten und etwas anderes vorgaukeln wollen.

Nicht nur Wollen, sondern sehr hartnäckig darauf hinarbeiten.
Ständig werden wir mit Kreditangeboten, 0% Finanzierungen, Kaufe jetzt- zahl später! usw. überhäuft.
Es ist heute eine Selbstverständlichkeit, wenn wir für etwas das Geld nicht haben, mal schnell einen Kredit aufnehmen oder ein Finanzierungsangebot mit kleinen Raten in Anspruch nehmen.
Das gehört heute zum guten Ton. Nur nicht auf etwas verzichten. Das macht man heute nicht mehr.

Sparen, wie es noch in meiner Kindheit in den 80er Jahren und noch früher natürlich, üblich war, gibt es heute nicht mehr. Es wird sogar oft darüber gelacht, wenn man von früher erzählt. Wir sind ja heute so modern und fortschrittlich.

Aber egal wie fortschrittlich wir heute sind, die Ausgangslage, dass wir nur einen Gewissen Geldbetrag zur Verfügung haben, ändert sich nicht.

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass die ganzen Spartipps, die heute so verbreitet werden, nur zur Gewissenberuhigung dienen, um den bisherigen Lebensstil weiterzuführen, aber die finanzielle Lage im Gesamten nicht ändern!

Um wirklich einen brauchbaren Nutzen der Spartipps zu haben muss man seine Grundeinstellung zum Geld ändern und auch bereit sein, den Lebensstil oder die gängigen Meinungen die es zum Geld heute gibt, überdenken.

Einfache Formel zum Geld:
Wir können nicht mehr ausgeben, als wir zur Verfügung haben. Und Sparen können wir nur von dem, was nach allen unseren Ausgaben übrig bleibt.

An dieser Schraube, dass am Ende des Monats mehr übrig bleibt als bisher, kann man drehen.
Dazu werde ich in den nächsten Tagen einen weiteren Beitrag schreiben


Sonntag, 16. Juli 2017

Verhalten bei einem Bergunfall und Notruf

In abgelegenen Bergregionen und bei schlechtem Wetter und Verhältnissen, kann es Stunden dauern bis organisierte Rettung eintreffen kann.
Das stellt für alle Beteiligten höchste Anforderungen da.

  • Ruhe bewahren und überlegt handeln.
  • Erste Hilfe nach bestem Wissen und Möglichkeiten. Improvisation ist noch besser als gar nichts tun.
  • Notruf absetzen
  • Verletzten aus der Gefahrenzone bringen und situationsgerecht lagern.
  • Verletzten intensiv betreuen, warmhalten, Zuwendung geben, nicht alleine lassen.

Wichtig: Für jeden der oft draußen in den Bergen oder der Natur unterwegs ist der große Erste Hilfe Kurs, regelmäßig wiederholt einfach Pflicht. Es gibt auch zusätzlich noch Outdoor Erste Hilfe Kurse, die noch spezieller auf unsere Situation in der Natur eingehen.

Beurteilung der Lage, wenn man den Verunfallten antrifft

Kommt man an die Unfallstelle, zuerst einmal tief durchatmen und zur Ruhe kommen. Die Unfallstelle genau überblicken und nach Gefahrenstellen, z.B. drohender Steinschlag absuchen.
Dabei stellt man sich 2 Fragen:
1. Ist ein Abtransport des Verletzten notwendig und möglich?
2. Ist der Verletzte an dieser Stelle sicher und kommt man selbst ungefährdet an die Unfallstelle heran? Droht Steinschlag etc.?

Dabei gibt es 3 Szenarios:
  1. Es besteht keine erkennbare Gefahr. Der Retter kann zum Verletzten gehen und ihn vor Ort versorgen.                                                                                                                        
  2. Es besteht eine mögliche Gefahr, z.B. weiterer Steinschlag durch Gämsen etc. aber die Lage ist noch kalkulierbar. Wenn der Retter es sich zutraut, muss er schnell handeln. Schnell den Verletzten aus der Gefahrenzone bringen, egal wie und mit minimaler Rücksicht auf die Verletzungen oder Bewusstlosigkeit. Der Aufenthalt in der Gefahrenzone ist auf ein Minimum zu reduzieren.                                                                             
  3. Es besteht eine große Gefahr für den Retter. In diesem Fall kann der Retter nur den Notfall absetzten, er geht nicht zum Verletzten vor. Selbstschutz geht vor!


Anmerkungen zum Verletztentransport:

Der Verletztentransport ist im Gebirge auf längere Zeit sehr schwer durchzuführen und ist nur für kurze Strecken zu empfehlen. Dabei gibt es mehrere Methoden, z.B. den Tragering, die Rucksackmethode mit Stöcken, wie auf dem Bild, oder auch eine Bahre bauen mit Hilfe von Stöcken und Biwaksack.
Ein Verletztentransport kann Helfer und den Verletzten in noch größere Gefahr bringen, besonders bei steilen und ausgesetztem Gelände. Man muss auf das Eintreffen der Bergwacht warten.


Lebensrettende Sofortmaßnahmen


Vitalanzeichen prüfen

Ist der Verletzte bei Bewusstsein – dann Verletzten ansprechen, ggf. an den Schultern schütteln

Kein Bewusstsein – Vitalzeichen prüfen:

  • auf Schmerzensäußerungen achten (Stöhnen, Atmen, Husten)
  • Schmerzreiz prüfen
  • Atmungskontrolle
  • Bewegungskontrolle

Keine Atmung, kein Kreislauf – Beatmung beginnen:

  • Mund zu Mund oder Nase zwei Beatmungen, bis Brustkorb sich deutlich anhebt
  • Abwehrreaktionen wie Gegenatmen oder Husten sind gute Vitalzeichen.

Keine Reaktion – Herzlungenwiederbelebung (HLW)

  • 30x Herzdruckmassage, 2x Beatmung
  • HLW immer 30:2 egal ob 1 oder 2 Helfer
  • Wiederholung so lange bis Atmung und Kreislauf wieder kommen oder Eintreffen des Rettungsteams/ Notarzt


Atmung und Kreislauf vorhanden, jedoch Bewusstlos:

  • stabile Seitenlage
  • Kopf überstrecken
  • Atemwege freimachen
  • Schutz vor Kälte


Der Bodycheck – orientierende Erstuntersuchung

Der Bodycheck ist wichtig für die Erstuntersuchung eines Verletzten nach einem Sturz des Verletzten. Der Bodycheck muss durchgeführt werden, auch wenn z.B. schon ein stark schmerzendes Knie erkennbar ist. So vermeidet man, eventuell Wirbelsäulenverletzungen u.a. zu übersehen.

  • Der Bodycheck erfolgt, bevor der Verletzte transportiert worden ist. Ausnahme nur, wenn er schnell aus einer Gefahrenzone gebracht werden muss.
  • Der Bodycheck wird immer komplett und systematisch vom Kopf bis Fuß durchgeführt.
  • Beim Abtasten des Körpers kräftig drücken, nicht zu zaghaft. Besonders bei Winterkleidung.
  • Bei ohnmächtigen und erkrankten Personen, die aber nicht gestürzt sind, kein Bodycheck durchführen.


Durchführung des Bodycheck:


  • Einmalhandschuhe anziehen
  • Kopf abtasten, Gesichtsknochen, Hinterkopf, Blutungen und Beulen?
  • Halswirbelsäule abtasten
  • Arm hochheben lassen. Geht es schmerzfrei? Können Finger bewegt werden?
    Bei Schmerzen werden Schulterblatt, Schlüsselbein, Schulter, Oberarm, Ellenbogen, Unterarm und Hand abgetastet.
  • Danach anderer Arm
  • Dann Abtasten der Wirbelsäule, Druckempfindliche Stellen suchen.
  • Untersuchung von Brust, Bauch und Rippen: Rippen links und rechts abtasten, Bauch abtasten und darauf achten ob er hart oder weich ist. Becken Zusammendrücken.
  • Untersuchung der Beine: Ein Bein heben lassen. Ist es schmerzfrei, dann ist es unverletzt. Bei ‚Schmerzen Oberschenkel, Knie, Unterschenkel und Füße abtasten.
  • Beine nacheinander prüfen.

Grundregeln für den Umgang mit Verletzten:

  • Die erste Bezugsperson zum Verletzten sollte möglichst nicht wechseln.
  • Die psychische Betreuung ist neben den Lebensrettenden Maßnahmen auch sehr wichtig für das Wohlbefinden des Patienten. Dazu gehört auch Trost spenden, gut zureden, zuhören und eventuell Körperkontakt.
  • Immer die Wahrheit sagen. Erkennt der Verletzte, dass er angelogen wird, verliert er das Vertrauen und eine psychische Betreuung ist nicht mehr möglich. Der Zustand kann sich verschlechtern.
  • Wärmeerhalt. Verletzte kühlen aufgrund Verletzungen, Passivität, Angst und Schock schneller aus. Sie müssen warm gehalten werden.
  • Die Intimsphäre des Verletzten wahren.
  • Ruhe und Souveränität ausstrahlen. Erkennbare Nervosität überträgt sich auf den Verletzten.
  • Vor Schaulustigen abschirmen.
  • Eigener Abtransport nur, wenn es nicht anders möglich ist.


Die Notfallmeldung

Auf Bergtouren wird heute erwartet, dass ein Handy dabei ist. Es ist der aktuelle Stand der Technik. Tourenführer ohne Handy handeln strafbar.
Es ist aber zu beachten, dass man in den Bergen nicht überall einen Handyempfang hat.

Wann wird der Notruf abgesetzt?
  • Bei Schwerverletzten mit Sturz aus großer Höhe und großen Verletzungen, Schwerkranke, z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder starke allergische Reaktionen. Oder Bewusstlose Personen, hat der Notruf immer Vorrang, vor allen anderen Maßnahmen.
  • Bei gestürzten Personen ohne große Verletzungen, erfolgt zuerst der Bodycheck vor der Unfallmeldung.
  • Bei erkrankten Personen ohne sichtbare Lebensbedrohung erfolgt zuerst eine persönliche Abklärung mit dem Patienten zur Erkrankung. Z.B. ist die Ursache bekannt, was genau ist los, sind Medikamente dazu dabei usw.

Der Notruf:


  • Die Notrufnummer ist europaweit 112
  • einzelne Bergregionen haben zusätzlich noch eigene Notfallnummern. Vor der Tour erkundigen. Ruft man sie an, kommt die Hilfe schneller. 
  • Der Notruf kann auch mit leerer Prepaidkarte abgesetzt werden.
  • Ist das Mobilnetz überlastet, haben gewählte Notrufnummern Vorrang.
  • Wenn möglich, 112 wählen bevor man den Pin eingibt. So wird automatisch das stärkste Netz gesucht.
  • Handy vor der Tour immer aufladen.
  • Von dem Handy, welches der Notruf abgesetzt wurde dürfen keine weitere Gespräche geführt werden. Das Handy muss für Rückfragen etc. frei bleiben.
  • Seit 2009 ist das Absetzen von Notrufen nur noch mit gültiger Sim- Karte möglich.
  • Nicht immer und überall hat man Handy Empfang!
in unseren heimischen Wäldern sieht man immer öfter solche Anfahrtspunkte für Rettungsfahrzeuge

Was tun, wenn kein Handyempfang da ist?


Ist man in einer Gruppe gehen 2 Personen so weit an eine geeignete Stelle, bis man wieder einen Empfang hat. Eine Person kann dann immer zwischen Gruppe und Handyempfang vermitteln.

Ist man nur zu zweit, und der Verletzte ist so weit in Ordnung, dass man ihn alleine lassen kann und gut versorgt ist, geht der Helfer so weit, bis ein Handyempfang da ist und setzt den Notruf ab.

Ist man ganz alleine muss man mit Lärm- oder Lichtzeichen auf sich aufmerksam machen.
Das Alpine Notsignal geht so:
6 Zeichen, Töne etc. in der Minute, alle 10 Sekunden eins.
Die Antwort auf ein solches Signal ist 3 mal in der Minute ein Signal abgeben.


Die Fragen und Antworten beim Notruf:

Die bekannten W- Fragen: Wer? Wo? Was? Wie viele? Wann? Muss man sich nicht merken, die Rettungsleitstelle wird diese Fragen stellen. Man muss aber diese Fragen richtig beantworten können.
Ganz besonders die Lage der Unfallstelle und die Art der Verletzung sollte der Ersthelfer beim Notruf wissen.


Wir werden draußen am Berg und in der Natur hauptsächlich mit 4 Verletzungs- und/ oder Krankheitsarten zu tun bekommen:

  1. Chirurgische Verletzungen (Stürze, offene Wunden, Prellungen etc.)
  2. Internistische Krankheiten ( Herzinfarkt, Diabetes, Allergien etc.)
  3. Thermische Notfälle (Hitze- oder Kälteschäden)
  4. Spezielle Notfälle (Tierbisse, Zecken, Höhenkrankheit, Schneeblindheit etc.)
















Sonntag, 14. Mai 2017

SUP Techniktraining mit der Weltmeisterin Sonni Hönscheid

Am Samstag den 13.Mai, haben meine Frau Tanja und ich einen Lehrgang mit der mehrfachen Weltmeisterin im Stand-up-paddling (SUP) Sonni Hönscheid besucht.

Sonni Hönscheid

Sie ist auf Sylt geboren und lebt auch heute noch dort, wenn sie nicht gerade auf einem der vielen internationalen Wettkämpfe weltweit teilnimmt.

Sie gehört international zu den 5 weltbesten SUP Sportlerinnen, die meist vorne an der Spitze mitfahren.
Sonni hat schon sehr viele internationale Wettkämpfe gewonnen.
Ihr größter Erfolg ist der dreimalige Sieg beim berühmten "Molokai to Oahu" Rennen bei Hawaii.
Dabei hat sie in den Jahren 2014, 2015 un 2016 als Siegerin die 52km zwischen den Inseln Molokai und Oahu in weniger als 6 Stunden auf dem offenem Ozean zurückgelegt.
Zuletzt hat sie dieses Jahr am 6.Mai, in Japan die Appworldtour Longdistance der Frauen gewonnen.

Sonni Hönscheid

Der Lehrgang

Der Lehrgang fand statt im Surf + SUP Center St.Leoner See.
Es war kein reiner Anfängerkurs, man sollte schon vorher ein paar mal auf dem Brett gestanden haben.

unsere Boards


Ziel der Kurses war die Verbesserung der Paddeltechnik und viele Tipps und Erklärungen zum SUP Sport generell. Auch lernte ich viel über die vielen unterschiedlichen Boards und konnte sie im SUP Verleih auch mal begutachten.
Das Racing Board, welches ich kurz ausprobierte war natürlich ein ganz anderes Fahrgefühl, als mein Allround Board. Nun lässt mich der Gedanke, mir eins zuzulegen keine Ruhe mehr.



Am Anfang des Kurses sahen wir wie Sonni ihr neues Wettkampfboard der Firma Starboard auspackte und fahrbereit machte. Dabei lernten wir schon einiges über die verschiedene Materialen, die Größe der Finnen am Board und welche Bedeutung sie haben usw. Nun werden wir auch an unsere Boards Veränderungen vornehmen. Besonders für unsere Nordsee Fahrten brauchen wir eine kleiner Finne hinten am Board.
Diese Profi Wettkampfboards sind natürlich eine ganz andere Dimension im Vergleich zu unseren Boards, aber ich war froh, es mal live sehen zu dürfen. Auf den Bildern fährt Sonni dieses Board.

Sonni war sehr offen und freundlich. Sie beantwortete alle unsere Fragen sehr genau. Zeigte sie uns eine neue Technik, begleitet sie jeden einzelnen ein Stück und gab weitere Erklärungen, Verbesserungen und Tipps ab und war sehr geduldig mit uns.

Hier zeigt Sonni mir die Wendetechnik, die ich schon lange lernen wollte.



Ich probierte es dann natürlich sofort aus.


Aber ich wusste schon vorher, dass es nicht so einfach war.




Ich übte es öfters und flog auch  noch mehrmals ins Wasser. aber das Prinzip habe ich verstanden und auch nicht jeder Versuch endete im Wasser. Ich werde da noch viel üben, denn diese Wendetechik möchte ich unbedingt beherrschen. 

Sonni nahm sich viel Zeit für jeden Einzelnen Teilnehmer und führte mit jedem auch interessante und motivierende Einzelgespräche.
neue Tipps und Erklärungen


Einzelgespräche mit jedem Teilnehmer

Wenn nächstes Jahr wieder solch ein Lehrgang mit Sonni Hönscheid im Surf + SUP Center St. Leon Rot stattfindet, werde ich wieder dabei sein. Vielleicht dann beim Racing Training.

Stand Up Paddling als Sport

SUPen ist ein derzeit am schnellsten wachsender Wassersport geworden.
Selbst ungeübte können das in jedem Alter sehr schnell erlernen, da die Herz/ Kreislauf Belastung nicht so hoch ist.
Es ist für jeden was dabei, vom Ausdauersportler bis zum Genusspaddler.
Es ist ein perfektes Ganzkörpertraining. Arme, Beine, Rücken, Rumpf, Ausdauer, Kraft und Gleichgewicht werden trainiert. Da man das Board ständig Ausbalancieren muss, ist man ständig in Aktion und fast jeder Muskel wird beansprucht.
Gleichzeitig ist es auch eine gute Erholung und Genuss für den Körper und Geist.

Jede Wasserfläche kann befahren werden. Flüsse, Bäche, Wildwasser, das Meer und die vielen Seen.
Für jeden ist etwas dabei. Wildwasser, Wellenreiten, Flusstouren, die Seelandschaften oder auch Wettkämpfe.
Die Landschaft kann vom Wasser aus ganz neu entdeckt werden und durch das Stehen auf dem Wasser hat man eine ganz neue Perspektive und ein einfach tolles Gefühl.
Man lernt seine nächste Umgebung noch einmal ganz neu aus einer anderen Sicht kennen.








Wir haben das Glück, direkt am Fluss zu wohnen. So kann ich nach Feierabend sofort aufs Wasser gehen. SUPen ist ein Sport und Hobby mit hohem Suchtpotential und wird auch niemals langweilig.   
Ich bin gespannt, welche SUP Erlebnisse wir dieses Jahr noch haben werden.                                                                                                                                                                                  

Sonntag, 5. Februar 2017

Der Familienzusammenhalt

 Die Jäger und Sammler Familie    

Wie ich schon öfters erwähnt habe, vergleiche ich unser Leben heute gerne mit den früheren Jägern und Sammlern. Vieles hier im Blog handelt davon. So verschieden sind wir heute gar nicht.
So viel hat sich trotz aller Moderne gar nicht geändert.

In einer guten Ehe ist es wichtig, dass beide Ehepartner gut zusammenstehen und sich gegenseitig ergänzen und auch die Kinder mit einbezogen werden.

Ich habe noch eine unbefristete Ganztagsarbeit und es reicht, meine Familie zu ernähren und für den Unterhalt.
Meine Frau hat einen Midijob. Der trägt dazu bei, das wir uns einiges mehr gönnen können und Rücklagen für Urlaub, Versicherungen und Unvorhergesehenes ansparen können. Und sie ist dabei auch sozial-versichert.

Ich jage das Große, meine Frau sammelt das Kleine, wie es bei den Jägern und Sammlern üblich ist.

Wir haben es oft durchgerechnet, mehr Arbeit lohnt sich für meine Frau nicht. Ein zweites Auto müsste her, die Besteuerung ist auch nicht wenig und ihr Rentenanteil reicht sowieso nur für die Altersarmut, so dass dies kein Anreiz ist.

Früher, noch in meiner Kindheit, bis in die 80er Jahre, war es so, dass meistens nur der Vater arbeiten gegangen ist. Die Mütter aller meiner Klassenkameraden waren alle zuhause.
Und doch hatten fast alle ein Haus, einen guten Lebensstil und konnten einmal im Jahr in den großen Urlaub fahren.
Der Lohn des Vaters reichte damals völlig aus.

Meine Mutter sagte mir neulich, früher, zu meiner Schulzeit, noch in den 80er Jahren, war es eine Schande, wenn die Frau arbeiten gehen musste. Das galt als Armut, oder als Zeichen, man braucht das Geld dringend.
Heute gilt es fast als Schande, wenn die Frau nicht arbeiten geht.

Dieses System wurde dann spätestens Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts völlig aufgebrochen.
Die Politik und die Globalisierung veränderten sich so schnell, dass auf einmal die Löhne oft nicht mehr ausreichten, die Abgaben, Steuern und Preise immer höher wurden und auch das Konsumverhalten so in die Höhe getrieben wurden, dass das Geld plötzlich nicht mehr ausreichte.

Auf einmal war es normal, den Konsum und alle persönliche Wünsche auf Pump und Kredit zu erfüllen. Der Teufelskreis der Unterfinanzierung begann.
Um bei diesem "gehobenen" Lebenstil mithalten zu können, muss ein zweites Einkommen her.
Die Frau muss zur Arbeit gehen.

Der Plan, wie Rockefeller es erwähnt, ist völlig eingetreten.

Nicholas Rockefellers Aussage zur Familie

"Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen.
Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle, weil die Frauen arbeiten gehen.
Außerdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten.
Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unsere Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie.
Indem wir Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden."


Diese Offenheit ist erschreckend, doch hat sich diese Grausamkeit fast völlig in den Köpfen unserer Gesellschaft durchgesetzt und wird bis aufs äußerste verteidigt.
Und wer sich für die Familie einsetzt wird verlacht und bekämpft.

Dadurch, dass meine Frau fast immer zuhause ist, konnte sie sich all die Jahre um unsere Tochter kümmern, die nicht ganz gesund ist und viele Therapien usw. brauchte und sie wird leider nie selbstständig alleine leben können.

Die Realität zeigt uns fast immer, dass wenn eine Frau Halbtags oder Vollzeit arbeitet, sie danach meist immer noch für das Kochen, den Haushalt und die Kinder zuständig ist. Die Frauen stehen unter einer sehr schweren Doppelbelastung. Die sie sich, oft sogar ohne große Not, selbst aufhalsen.
Nur um der gesellschaftlichen Norm gerecht zu werden, sich anzupassen und dazu gehören.

Das ist der zweifelhafte Erfolg des Feminismus.

Ich will meiner Frau das nicht zumuten, denn ich weiß,wie schwer der Haushalt, Kochen usw. sein kann. Ich freue mich, wenn sie Zeit hat, mit ihren Freundinnen zum Klettern gehen kann, Kaffee trinken oder eine Bergtour machen kann. Und sie muss auch viel Zeit aufbringen für unsere Tochter.


Die Frau kann viele Dinge am Tag erledigen, die man sonst abends noch machen muss.
Dadurch, dass die Frau zuhause bleibt, kann man auch viel Geld einsparen. 
In einem Haushalt gibt es immer viel zu tun und auch im Garten.

Sie hat auch die Möglichkeit, Kontakte in der Nachbarschaft zu knüpfen und zu pflegen.
Das hört sich auf den ersten Blick sehr banal an, kann aber zur rechten Zeit sehr nützlich und hilfreich sein. Wir sind, auf Beziehungen und Kontakte angewiesen. Spätestens wenn die Zeiten schwerer werden.
Ein gutes freundschaftliches Verhältnis zu den Nachbarn ist immer gut investierte Zeit und tut niemandem weh.

Es ist nicht richtig zu denken, wenn die Frau zuhause bleibt, tut sie nichts.
Es gibt immer was zu tun, Angebote einkaufen, die Ernte versorgen und einmachen, nähen, Kleidung flicken, so muss man nicht alles gleich neu kaufen, Dinge herstellen usw.

Die Kinder

Die Aufgabenverteilung in der heutigen Familie kann noch dieselbe sein, wie bei den Jägern und Sammlern.
Wenn jeder seine Aufgaben gut macht, und auch die Kinder mit einbezogen sind, geht in der Regel alles sehr gut. Alle haben einen guten Nutzen davon.

Den Kindern kann man den richtigen Umgang mit Geld beibringen und sie auch zum Sparen anregen.
Es ist nicht gut, den Kindern immer gleich das geben, was sie gerade wollen.
Sie müssen auch mal lernen, wie es ist, sich etwas anzusparen und dann zu kaufen.

Wenn die Eltern ihren Kindern nicht den Umgang mit Geld beibringen und auch mal erzählen, wie das ganze Finanzsystem und die Wirtschaft und Gesellschaft funktionieren, und auch die Natur, dann tut es keiner.
In der Schule lernen sie es ganz sicher nicht.

Es ist auch gut für die Kinder, wenn sie sehen, wie Obst und Gemüse angebaut und geerntet wird und wie man Wildpflanzen in der Natur sammeln kann.

Die Verwandtschaft 

Auch die weitere Familie, Geschwister, Eltern, Onkels, Tanten usw. sind sehr wichtig.
Leider ist die Beziehung zu den Verwandten nicht immer und überall sehr gut. 
Die Familienbanden können oft sehr locker sein.

Und es heißt ja nicht umsonst, ein guter Nachbar ist besser als ein entfernter Verwandter.

In der Verwandtschaft gibt es verschieden Berufe, die uns zugegebener Zeit hilfreich sein können.
oder sie können uns mit anderen Leuten in Kontakt bringen, die uns mit Rat oder Tat helfen können.
Es ist immer gut, wenn man auf viele Kenntnisse und Beziehungen zurück greifen kann.

Bei den früheren Jägern und Sammlern waren die Familienbindungen noch viel wichtiger als bei uns heute.

Wer es kann muss unbedingt versuchen, sich mit seiner nahen und entfernteren Verwandtschaft gut zu stellen.
Wir wissen nie, wann wir mal ihre Hilfe oder Rat brauchen können.
Und wenn Krisenzeiten kommen, ist eine größere Gemeinschaft immer im Vorteil.