Dienstag, 31. Januar 2017

Krankheit und das einfache Leben!

Eine Krankheit ist immer ein wichtiges Alarmsignal für unseren Körper, das etwas nicht stimmt.
Eine Krankheit ist immer etwas, was wir ernst nehmen müssen, aber leider meist nicht tun. Denn geht es uns besser, ist alles sehr schnell vergessen. Bis zum nächsten Mal.

Ich bin seit mehreren Jahren chronisch krank und und dadurch schon etwas eingeschränkt.
Es ist nichts Schlimmes, aber lästig und beeinträchtigt meinen Alltag schon in manchen Dingen.
Manches was mir sehr wichtig ist, kann ich nicht mehr so schnell machen wie früher und brauche länger um endlich loszulegen.
Ich muss täglich Zeit einrechnen um für meine Krankheit da zu sein.
Meine Regenerationszeit zum Erholen braucht länger.

Verluste durch Krankheit

Da ich nicht immer so kann wie ich möchte, hinterlässt das auch Spuren im Alltag:
  • Freundschaften pflege ich oft nicht so, wie es sein sollte. Habe deswegen auch schon einige Kontakte zu Freunden weltweit verloren.
  • die gesundheitliche Einschränkung nimmt mir oft die Freude für Hobbies und andere Dinge,
  • mental zieht mich die Krankheit manchmal herunter und ich lasse mich zu oft gehen.
  • Die Lebensfreude und Spontanität ist öfters eingeschränkt.
  • Mein Immunsystem ist nicht so stark.
  • Habe monatliche Kosten für Salben, Medikamente, Anwendungen und Hilfsmittel.

Gewinn durch Krankheit

Eine Krankheit gehört für viele einfach zum Leben dazu und wir können daraus auch einen Nutzen ziehen:
  • Sie zeigt unsere Grenzen auf. Sie macht uns realistischer auf unsere wirkliche Möglichkeiten.
  • Sie bringt uns über den Sinn und Unsinn unseres Lebens und Alltag zum Nachdenken.
  • Sie zeigt uns, was wirklich wichtig und nötig ist.
  • Sie gibt uns mehr Zeit, für uns selbst.
  • Eine Krankheit kann uns auf ganz neue Wege und Ziele führen.
  • Der Lebensstil und die Essgewohnheiten können ganz neu überdacht werden und in der Regel wird das immer zu einer Verbesserung führen.
  • Wer wirklich auf seinen Körper lernen hört, kann auch einen Nutzen für die Zukunft aus der Krankheit ziehen.

Zur Zeit habe ich eine sehr schwere Bronchitis. Seit Mitte November kränkle ich schon und hatte mehrere Rückschläge.
Durch meine chronische Krankheiten wirken sich akute Krankheiten bei mir stärker und länger aus.
Das ist auch mit ein Grund, warum es hier im Blog lange nicht weiter ging.

Nach jeder Krankheit nehme ich mir vor: "Das muss sich jetzt ändern!"
Bin ich dann wieder gesund im Alltag und Arbeitsleben, ist alles wieder vergessen oder ich nehme mir nicht mehr die nötige Zeit dazu.

Gesundheit

Gesundheit vernachlässigt uns sehr, Leberveränderungen vorzunehmen oder sich einen gesünderen Lebensstil anzueignen. 
Bei voller Gesundheit meint man Bäume ausreißen zu können und die Welt zu seinen Gusten zu verändern. Wir strotzen ja nur so vor Kraft und lauter Pläne.
Die Gesundheit verleitet uns auch gerne mal, leichtsinnig und übermütig zu sein.
Eine Krankheit kann dabei nützlich sein, uns wieder auf Normalmaß zurechtzustutzen. 

In der Bibel gibt es eine gute Stelle, darin heißt es:

"Besser ist es, in das Haus der Trauer zu gehen, als in ein Haus, wo Festmahle gefeiert werden. Denn jenes (Trauerhaus) ist das Ende aller Menschen und der Lebende nimmt es sich zu Herzen. 
Besser Verdruss als Lachen, denn bei traurigem Gesicht ist das Herz in rechter Verfassung.
Das Herz der Klugen ist im Haus der Trauer, das Herz der Toren aber ist im Haus der Freude."
                                                                                                                                  Prediger 7,2-4


So sind wir Menschen geprägt. Ein Lebensschicksal, egal welcher Art rückt unser Herz und Gedanken wieder an die rechte Stelle. Es zeigt uns die Grenzen die wir haben und gibt uns ganz neue Prioritäten. 
Wer klug ist lernt aus seinen Schicksalsschlägen oder seiner Krankheit.
Wer Töricht ist, verdrängt es, geht in das Haus der Freude, feiert Partys und benebelt sich. Ändern wird er dadurch in seinem Leben aber nichts. Es wird eher schlimmer.

Wer gestärkt aus seinem Lebensschicksal oder Krankheit hervorgeht, kann auch wieder feiern und soll es auch. Selbst während der Not ist feiern nicht verkehrt, aber der Kluge weiß, es ist nur eine willkommene Ablenkung, eine schöne Erleichterung für den Moment, aber keine Lösung auf Dauer.

Der Vorteil durch die Krankheit

Dieses mal hat mich die Krankheit total zurück geschmissen. Es ist mehr als nur die Bronchitis. 
Dieses mal kann ich es nicht ohne Folgen lassen und ich habe noch einen Ärztemarathon vor mir.
Dieses mal hatte ich sogar bedenken, ob sich meine Krankheit auf die Arbeit und Arbeitsplatz auswirken kann.
Jetzt müssen endgültig Veränderungen her.
Ich muss mir auch einen persönlichen Reha- und Gesundheitsplan erstellen.

Ich finde es gut, dass mir dieses mal meine Grenzen knallhart gezeigt wurden, denn daraus habe ich sehr viel gelernt. Selbst Existenzängste verlieren ihre Kraft, wenn man längere Zeit darüber nachdenkt.
Egal in welcher Not und Schwierigkeiten man steckt. Es gibt immer Mittel und Wege. Immer Alternativen.
Das Leben wird dadurch erst richtig interessant.

Ich habe jetzt eine ganz neue Aufgabe vor mir, mit meiner Krankheit zu leben und damit umzugehen.
Mein Leben, mein Training, meine Arbeit und Freizeit werde ich danach neu ausrichten müssen.
Ich kann jetzt meinem Leben ganz neue Perspektiven geben.
Nicht immer so wie ich will, aber meinen Möglichkeiten entsprechend.

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