Donnerstag, 21. Mai 2015

Waldläufernahrung - Wiesen- Bärenklau und Große Klette


Die Natur hat uns viele wertvolle Köstlichkeiten zu bieten. Man muss die nur kennen, finden und den Mut haben, sich damit zu befassen.

Auch wenn man kein Feuer und Kochtopf dabei hat, kann man vieles immer noch in Rohkost essen, direkt von der Wiese in den Mund.
Das hat den Vorteil, dass man sich ganz nebenbei den Magen füllt und noch gute gesunde Nährstoffe der Pflanzen zu sich nimmt.

Sind wir mal längere Zeit draußen, ist alles was wir zu uns nehmen wichtig, der Körper braucht die Energie.

Pflanzen finden


Ein erfahrener Waldläufer erkennt viele Pflanzen oft schon von weitem. Das erleichtert natürlich die Suche enorm und spart auch Kraft und Energie beim Sammeln.
Hier ein Beispiel mit dem

Wiesen- Bärenklau


Wiesen- Bärenklau

Eine schöne große Wiese und auch schon recht hoch gewachsen. Wenn man auf solchen Wiesen weiße Doldenblüten sieht, kann man ziemlich sicher sein, dass es der Bärenklau ist.
Sofort erkennt man mit einem Blick, wo überall der Bärenklau steht und man kann direkt darauf zulaufen.
Auf dem Weg von der einen zur anderen Blüte findet man immer noch zusätzliche weitere Wildkräuter.
Hat man die Blüte erreicht, schaut man nach unten und erkennt dann die unverwechselbare Blätter des Wiesen- Bärenklau.

Blüte des Wiesen- Bärenklau

Blätter des Wiesen- Bärenklau

Die Blätter kann man im Salat und im Wildgemüse gut verwenden und auch in den Smoothie oder in ÖL/ Teig als Knabberei ausgebacken.

Die Stiele des Bärenklau können wir, wenn wir sie geschält haben, direkt von der Wiese weg essen.
Sie schmecken lecker. Man kann sie aber auch als Gemüse kochen.

Stiel des Bärenklau

grob abschaben

abgeschabte Stängel

ungeschälte, haarige Stängel

Man kann von dickeren Mittelstiel auch die dünneren Seitentriebe verwenden.
Sie schmecken sogar leckerer und haben weniger Fasern.

Ist der Stiel etwas faserig, kaut man ihn so lange aus, bis nur noch die Fasern im Mund sind. So hat man wenigstens das meiste und nahrhafteste des Stängels gegessen.
Auf dem Bild mit den geschälten Stielen sieht man deutlich, dass der dickere Stiel schon viel fasriger ist. Aber man kann ihn trotzdem essen.

Die Klette

Für einen Waldläufer ist eine Klette auch immer ein guter Fund.

die große Klette

Die großen Blätter kann man als Teller, Unterlage und Toilettenpapier verwenden.
Hier habe ich auf die Schnelle einen Sammelbehälter gemacht.

Klettenblatt als Gefäß 

Die Blattstiele der Klette kann man schälen und direkt essen. Sie schmecken etwas bitter, aber man kann sich schnell daran gewöhnen. Sind sie zu faserig, kaut man sie aus und spuckt die Fasern dann einfach aus.

Klettenstiel

schälen und kleinschneiden

noch frische Brennnessel spitzen

geschälte Klettenstückchen mit Brennnessel spitzen 


Die Brennnesselspitzen zwickt man einfach mit der bloßen Hand ab und zerreibt sie in der Hand, damit die Brennhaare gebrochen werden. dann kann man sie direkt roh essen. Sie schmecken lecker und sind nahrhaft.
Sie haben viel Vitamin C, Eisen und Eiweiß.

Die abgebildeten Mengen sind natürlich noch zu wenig für eine vollständige Mahlzeit. Es braucht sehr viel größere Mengen um satt zu werden.

Kommentare:

  1. Ich find es einfach toll, daß ich immer noch dazu lernen kann. Ich hab z.Bsp. noch nie Wiesenbärenklau gesehen oder wahrscheinlich übersehen. Die Blätter sagen mir jedenfalls nichts. Und auch so große Klettenblätter kenne ich nicht. Vielleicht haben wir ja hier auch gar nicht den Boden dazu, denn eigentlich müßten so große Blätter doch auffallen, oder?
    Danke, daß ich noch dazu lernen durfte.

    LG Petra K.

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  2. Danke Ingo für all die tollen Berichte. So kann man auch ohne Führung allein losziehen und sich sachkundig machen, vor Ort und mit deinem Text...
    mir gefielen auch die obigen anderen Berichte sehr. Könnten fast von mir sein :-))
    Hab leider zu wenig Erfahrung, um Blogs zu gestalten. Bin dafür lieber im Freien, Natur - oder in meiner kleinen Kräuter-Hexen-Küche, denn es gibt immerzu was zu ernten und haltbar zu machen..
    Das mit dem Fruchtleder ist ne tolle Sache. Das muss ich mal probieren.
    Hab nachgesehen - es waren die Spartipps, die mir ins Auge gingen.... unverwechselbar mit GEIZ, sehr gut erfasst...
    würd gern in Kontakt mit dir kommen. Nur weiß ich net, ob dieser 2. Schreibanlauf hier zu dir gehen wird...
    Alles Gute und abendliche Grüße aus Brandenburg sendet dir Annani

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  3. Hallo Annani! Ich bin eben erst aus Kanada zurück gekommen, darum melde ich mich erst jetzt. Es freut mich, dass dir mein Blog gefällt und du einiges für dich mitnehmen kannst. Auch ich lerne immer Neues dazu, man lernt nie aus.

    Bei Wildpflanzen ist es nicht verkehrt, mindestens ein- zweimal eine Führung mitzumachen. Dann lernt man mehr über die Bestimmung und den Umgang damit. Damit kann man dann alleine weiter aufbauen.
    Aber ich versuche auch die Wildpflanzen hier so einfach wie möglich zu erklären.
    Den Blog einzurichten hat mir eine Bekannt geholfen und manchmal bekommen ich technische Hilfe von einem Freund.
    Gerne darfst du mit mir in Kontakt kommen. Melde dich!

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  4. Hallo Ingo,bin selten im Netz - deshalb heute meine Erfahrung mit den Eicheln..viel Zeit verwendet, um zu sammeln, hernach nach Beschreibung von einer Frau - alles schwarz geworden in der Pfanne, wie auch im Ofen ;-((
    bin richtig traurig, weil ich Einiges mit dem Mehl probieren wollte.
    Würd gen über ne andere Möglichkeit in Austausch zu dir kommen. Wie kann ich das bewerkstelligen? Telefon angeben? aber dann lies das doch hier jeder? mail wäre dann optimal: annani@online.de
    wenn das möglich ist, würde ich mich freuen.
    Eine gute Zeit dir und allen, die das hier lesen werden.

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