Donnerstag, 21. Mai 2015

Waldläufernahrung - Wiesen- Bärenklau und Große Klette


Die Natur hat uns viele wertvolle Köstlichkeiten zu bieten. Man muss die nur kennen, finden und den Mut haben, sich damit zu befassen.

Auch wenn man kein Feuer und Kochtopf dabei hat, kann man vieles immer noch in Rohkost essen, direkt von der Wiese in den Mund.
Das hat den Vorteil, dass man sich ganz nebenbei den Magen füllt und noch gute gesunde Nährstoffe der Pflanzen zu sich nimmt.

Sind wir mal längere Zeit draußen, ist alles was wir zu uns nehmen wichtig, der Körper braucht die Energie.

Pflanzen finden


Ein erfahrener Waldläufer erkennt viele Pflanzen oft schon von weitem. Das erleichtert natürlich die Suche enorm und spart auch Kraft und Energie beim Sammeln.
Hier ein Beispiel mit dem

Wiesen- Bärenklau


Wiesen- Bärenklau

Eine schöne große Wiese und auch schon recht hoch gewachsen. Wenn man auf solchen Wiesen weiße Doldenblüten sieht, kann man ziemlich sicher sein, dass es der Bärenklau ist.
Sofort erkennt man mit einem Blick, wo überall der Bärenklau steht und man kann direkt darauf zulaufen.
Auf dem Weg von der einen zur anderen Blüte findet man immer noch zusätzliche weitere Wildkräuter.
Hat man die Blüte erreicht, schaut man nach unten und erkennt dann die unverwechselbare Blätter des Wiesen- Bärenklau.

Blüte des Wiesen- Bärenklau

Blätter des Wiesen- Bärenklau

Die Blätter kann man im Salat und im Wildgemüse gut verwenden und auch in den Smoothie oder in ÖL/ Teig als Knabberei ausgebacken.

Die Stiele des Bärenklau können wir, wenn wir sie geschält haben, direkt von der Wiese weg essen.
Sie schmecken lecker. Man kann sie aber auch als Gemüse kochen.

Stiel des Bärenklau

grob abschaben

abgeschabte Stängel

ungeschälte, haarige Stängel

Man kann von dickeren Mittelstiel auch die dünneren Seitentriebe verwenden.
Sie schmecken sogar leckerer und haben weniger Fasern.

Ist der Stiel etwas faserig, kaut man ihn so lange aus, bis nur noch die Fasern im Mund sind. So hat man wenigstens das meiste und nahrhafteste des Stängels gegessen.
Auf dem Bild mit den geschälten Stielen sieht man deutlich, dass der dickere Stiel schon viel fasriger ist. Aber man kann ihn trotzdem essen.

Die Klette

Für einen Waldläufer ist eine Klette auch immer ein guter Fund.

die große Klette

Die großen Blätter kann man als Teller, Unterlage und Toilettenpapier verwenden.
Hier habe ich auf die Schnelle einen Sammelbehälter gemacht.

Klettenblatt als Gefäß 

Die Blattstiele der Klette kann man schälen und direkt essen. Sie schmecken etwas bitter, aber man kann sich schnell daran gewöhnen. Sind sie zu faserig, kaut man sie aus und spuckt die Fasern dann einfach aus.

Klettenstiel

schälen und kleinschneiden

noch frische Brennnessel spitzen

geschälte Klettenstückchen mit Brennnessel spitzen 


Die Brennnesselspitzen zwickt man einfach mit der bloßen Hand ab und zerreibt sie in der Hand, damit die Brennhaare gebrochen werden. dann kann man sie direkt roh essen. Sie schmecken lecker und sind nahrhaft.
Sie haben viel Vitamin C, Eisen und Eiweiß.

Die abgebildeten Mengen sind natürlich noch zu wenig für eine vollständige Mahlzeit. Es braucht sehr viel größere Mengen um satt zu werden.

Dienstag, 19. Mai 2015

Survival am Arbeitsplatz


Das Arbeitsleben

So richtig Freude macht das Arbeitsleben heute oft nicht mehr. Und selbst eine Arbeit im Traumberuf ist keine Garantie für ein angenehmes Arbeitsleben.

Zu viel hat sich verändert.
Unsere Arbeit wird oft nicht mehr genug wertgeschätzt und viel zu oft nur als unangenehmer Kostenfaktor gesehen. Mit dem Ergebnis, dass wieder einmal eine ganze Abteilung oder sogar eine ganze Firma geschlossen wird und in ein Land übersiedelt, wo die Arbeit günstiger ist.
So konnte man das auch heute wieder in den Nachrichten hören.

Arbeit die nicht verlagert werden kann, wird versucht mit Lohndumping abzuspeisen.
Neue Arbeitsverträge sind in der Regel schlechter, als die bestehende Verträge der Kollegen, die schon länger dabei sind.
Nur das Geld zählt, nicht der Mensch!

Über die Arbeitsmarktsituation kann man sich noch lange auslassen, das will ich jetzt aber nicht tun.

Was ich im Folgendem schreibe, soll keine Aufforderung zur Arbeitsverweigerung sein, sondern für in unserem Rahmen gerechte und faire Arbeitsverhältnisse zu sorgen. Denn so manches haben wir auch selbst in der Hand.
Es ist nicht so, dass wir Arbeitnehmer völlig hilflos der Willkür ausgesetzt sind.

Was können wir tun? 


Mich interessiert mehr, was wir für uns persönlich tun können.

Im Internet gibt es viele Beiträge, welche uns den Zustand im Arbeitsleben beschreiben, uns auffordern das Hamsterrad zu verlassen, Ja sogar die Arbeit ganz aufzugeben und auf eigenen Füßen zu stehen, usw.
Es wird sehr oft gegen die Arbeit an sich und auch gegen die Ausbeutung aufgehetzt.

Unzufriedenheit über diese Situation gibt es genügend. Aber es werden nur sehr wenige Lösungsvorschläge gezeigt. 
Zumindest solche, die für einen Großteil der Leute auch umsetzbar sind.

Tatsache ist, dass wir alle ein Einkommen brauchen, um für uns und unsere Familien zu sorgen und auch, um uns unsere Wünsche zu erfüllen.

Als Arbeitnehmer müssen wir auch ein gewisse Würde behalten. Denn es ist immer noch so, dass die Arbeitgeber uns brauchen.
Auch wenn sie oftmals anderer Meinung sind.

Ich halte die Arbeit für nichts Schlimmes!

Auf der Arbeit liegt Segen und Fluch.
Haben wir Arbeit, denken wir oft, was wir alles tun können,wenn wir jetzt frei wären.
Haben wir keine Arbeit, wünscht man sich so sehr, wieder eine Arbeit zu haben. Ausnahmen bestätigen hierbei die Regel.

Es liegt an uns, wie wir unsere Arbeit gestallten und wie weit wir uns formen lassen.

Im Hinterkopf haben wir immer die prekäre Arbeitsmarkt- und Wirtschaftslage im Bewusstsein und
auch die Tatsache, dass jeder Arbeiter und Angestellte leicht ersetzbar und keine Arbeit heutzutage mehr sicher ist.

Das ist aber kein Grund, den Kopf einzuziehen, zu kuschen und zu buckeln.
Wir müssen Respekt haben, aber keine Angst!

Unterordnung ja, Unterwürfigkeit, nein!

Keine Allgemeinlösung

In dieser heutigen Zeit muss jeder für sich einen Weg finden, um das Beste aus dieser Situation herauszuholen.

Ich kann hier nur für die handwerklichen Berufe schreiben. Bei Bürotätigkeiten habe ich keine Kenntnisse. Müsste aber ähnlich sein.

In der Vergangenheit bin ich immer so lange an einem Arbeitsplatz geblieben, wie es mir gefallen hat.
Sind die Zustände für mich nicht mehr tragbar, suche ich mir eine neue Arbeitsstelle.

Gefällt mir etwas nicht, versuche ich das beste daraus zu machen und die Verhältnisse zu meinen Gunsten zu drehen. 

Es gibt Möglichkeiten, seine Arbeit durch Wissen und Fachkompetenz bis zu einem gewissen Grat zu steuern und lenken.

Dazu ist es aber notwendig, dass der Arbeitgeber und die Vorgesetzten unsere gute Arbeit, Leistung und Zuverlässigkeit auch sehen.
Nur so kann man versuchen, die Aufgabeneinteilung oder Arbeitseinweisung etwas zu steuern.
Denn ein guter und zuverlässiger Arbeiter hat in der Regel immer etwas mehr Spielraum, seine Situation zu verbessern

Denn es sind nicht immer die Klügsten, welche uns vorgesetzt werden. Das muss man sich zunutze machen.

Hat man gewisse Vorlieben bei der Arbeit, kann man versuchen, darin besonders zu glänzen um dafür öfters eingeteilt zu werden.
Besonders gerne mache ich dies bei Tätigkeiten, die andere nicht so gerne machen.
Dann werde ich öfters dazu eingeteilt und habe dabei meist meine Ruhe und bestimme selbst das Tempo und die Arbeitsmenge.

Genauso müssen wir auch den Mut haben,wenn wir zu einer uns ungeliebten Tätigkeit eingeteilt werden, uns ungeschickt anzustellen, damit wir davon befreit werden.
Man muss hier immer mit kühner Berechnung vorgehen.

Die Arbeit ist nicht mein Lebensinhalt


Ich mache meine Arbeit sehr gerne und liebe meinen Beruf als Gärtner.
Mir ist aber bewusst,dass ich jederzeit auch ersetzbar bin, wie jeder von uns.

Ich brauche meinen Arbeitslohn und bin immer noch von meiner Arbeitsstelle abhängig.
Das darf aber kein Grund sein, sich alles gefallen zu lassen.
Ich möchte für korrekte Arbeit auch korrekt und fair behandelt werden.
Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es Möglichkeiten des passiven Widerstandes.

Für mich ist es ein Katz und Maus Spiel. 
Versucht man mich für dumm zu verkaufen, weiß ich immer was zu tun ist.

Ich arbeite immer so, dass man mir nichts nachsagen kann.
Das Arbeitstempo muss nie zu schnell und nicht zu langsam sein.
Man muss ja auch an seine Gesundheit denken und die Zeit nach Feierabend!

Mit dem Arbeitsvertrag teilt der Arbeitgeber uns mit, wie viel Lohn wir für unsere Arbeit bekommen und was unsere Aufgabe ist.

Diese Arbeitsaufgaben werde ich immer erfüllen und der Arbeitgeber bezahlt den ausgemachten Lohn dafür.

Das nenne ich Dienst nach Vorschrift. 
Für viele hat das einen schlechten Ruf und ich verstehe nicht warum.

Leisten wir zuviel, bekommen wir in der Regel auch nicht mehr Lohn. Denn der Arbeitgeber bezahlt uns ja nach Vorschrift.
Also müssen wir auch nicht mehr leisten, als ausgemacht ist.

Leider ist es heute oft so, dass viele Arbeitgeber sich nicht mehr an diese Abmachung halten und das Arbeitspensum immer weiter nach oben treiben, aber den Lohn gleich lassen oder sogar senken.

Die Angst, die Arbeit zu verlieren, treibt auch viele dazu, mehr zu leisten, als verlangt wird.
Das kann sogar dazu führen, dass die anderen Kollegen, die ihr "normales" Pensum schaffen, und sonst in Ruhe gelassen werden wollen, in Bredouille geraden.
Denn der Arbeitgeber merkt, hoppla, es geht auch schneller, oder mehr. Eine sehr ungute Situation für die Arbeiter.
Im Kommunismus nannte man früher solche Kollegen Sollbrecher. 
So etwas muss man zu verhindern wissen.

Lösungsvorschläge, wie man etwas besser machen kann, bringe ich nur, wenn ich auch einen Nutzen davon habe. Denn ich muss nicht freiwillig mein Pensum nach oben treiben.
Wird aber meine Arbeit dadurch leichter und einfacher, bringe ich gerne Lösungsvorschläge vor.

Wenn das Arbeitspensum von Seiten des Arbeitgebers immer höher geschraubt wird, darf man nicht der Versuchung nachgeben, diese Arbeitsmenge auch zu schaffen.
Ich mache es dann so, dass ich mehr schaffe als bisher, aber bewusst nicht das Pensum erreiche.
Hiermit versuche ich ein Zeichen zusetzten. das Pensum ist zu hoch.

Oft klappt es, der Vorarbeiter oder Arbeitgeber ist zufrieden, dass mehr erreicht wurde und sieht ein, dass das Ziel zu hoch war. Hierzu kann man ein bisschen mit Überzeugungsarbeit nachhelfen.


Fazit:

Es geht nicht immer und überall so einfach, wie von mir beschrieben.
Diese Beispiele die ich hier genannt habe, praktiziere ich schon jahrelang erfolgreich.
Nicht immer, aber sehr oft.

Ich möchte ermuntern, die Arbeit mit einem gewissen ernst, aber nicht zu verbissen zu sehen. 
Sie ist nur ein notwendiges Übel, das uns hilft, die Rechnungen zu bezahlen.
Sie darf niemals unser Lebensinhalt sein,oder sogar bestimmen.
Denn verliert man dann die Arbeit, ist das Loch tief, in das man fallen kann.
Das muss nicht sein.

Das Thema Arbeit wird noch fortgesetzt...

















Samstag, 25. April 2015

Löwenzahngelee

Zur Löwenzahnblüte bietet es sich natürlich an, einen leckeren Gelee aus den Blüten herzustellen.
Er schmeckt einfach nur köstlich.
Man kann sich auch recht schnell einen Jahresvorrat zur Selbstversorgung herstellen.

Ich ging auf eine nahe Wiese bei uns im Ort, fast vor der Haustür, wo ich weiß, sie wird nicht gespritzt und es sind dort keine Hunde.


In etwa 15 Minuten hatte ich eine reichliche Ernte.
Man erntet sowieso immer nur so viel, wie man auch gleich verarbeiten kann.
Besser öfters ernten.

meine Ernte wird vorbereitet


Die grünen Kelchblätter weg oder nicht


Da es immer wieder die Frage gibt, soll man die grüne Kelchblätter entfernen oder nicht, habe ich dieses mal beides ausprobiert.

Zwei 1 Liter Gefäße habe ich mit Blüten gefüllt, ohne die grünen Kelchblätter und
ein 1 Liter Gefäß habe ich mit den kompletten Blüten gefüllt.
Das hat mir natürlich gefallen, denn man spart sich somit die ganze Arbeit mit dem Entfernen der grünen Anteile.
Gut, so ganz pingelig gehe ich dabei auch nicht vor, etwas Grünes bleibt immer drin und ist auch nicht schlimm.

Aber komischerweise war beim Aufkochen der Blüten und das stehende Wasser bei den rein gelben Blüten dunkler als bei dem, wo alles dabei war.
Auch später ist das fertige Gelee, mit den reinen gelben Blütenblättern von der Farbe her dunkler, als das, wo alles mit rein kam.
Warum weiß ich leider nicht.

Geschmacklich ist der reine Blütengelee süßer, der andere hat einen etwas bitteren Nachgeschmack, der aber nicht schlimm ist.

Fazit

Die Frage, ob man die Grünanteile entfernt oder nicht, wird wohl offen bleiben und die freie Entscheidung jedes Einzelnen bleiben.
Es geht beides!
Ich werde weiterhin die Kelchblätter entfernen.

Das Rezept

Ich habe mich an das Rezept aus dem Buch "Die 12 wichtigsten Wildpflanzen" von Dr. Markus Strauß gehalten. Der in seinen Büchern immer sehr einfache und leichte Rezepte beschreibt.

Die Blüten sammeln und ausschütteln, Ameisen und Kleininsekten können darin sein. Nicht waschen!
Dann ein 1Liter Gefäß mit den Blüten voll machen.
Zu diesen Blüten kommt 1 Liter Wasser dazu.
Dies 2 Minuten aufgekochen und und über Nacht ziehen lassen.



Danach wird das Wasser abgeseiht und  750ml Flüssigkeit abgemessen.
Diese Flüssigkeit wird mit 1 kg Gelierzucker oder 500 gr 2:1 Gelierzucker und dem Saft einer Zitrone aufgekocht. Ich habe den 2:1 Gelierzucker verwendet.
Blütenwasser abseihen

Gelierzucker dazu
Drei Minuten sprudelnd kochen lassen und dann schnell in die ausgekochten Schraubverschluss Gläser  abfüllen.
Etwa 15 Minuten auf den Kopf stellen, damit sich Vakuum bildet.




Danach die Gläser abkühlen lassen und es sich schmecken lassen.

der erste fertige Gelee

Auf diesem Bild sieht man deutlich den Farbunterschied.
Die dunklen Gläser sind mit entfernten Blütenkelche, das vordere helle ist mit den Kelchen.

Mittwoch, 22. April 2015

Japanischer Staudenknöterich - Kompott

Der Japanische Staudenknöterich ist eine Pflanze, die ursprünglich aus China, Korea und Japan und wurde bei uns als Zier- und Futterpflanze  1825 eingeführt.
Allerdings wurde diese Pflanze weder von den Wildtieren noch dem Vieh als Futter angenommen.
Nur für die Bienen ist es noch eine gute Möglichkeit zur Nektar Ernte, wenn vieles schon verblüht ist.

Japanischer Staudenknöterich

Der Staudenknöterich ist ein Neophyt. Eine Pflanze,die bei uns nicht heimisch ist.
Er ist sehr schwer zu bekämpfen und breitet sich rasch über die Rhizome aus.
Er verdrängt teilweise auch heimische Pflanzen.

Essbare Wildpflanze

Für Wildpflanzen Liebhaber hat der Japanische Staudenknöterich einiges zu bieten.
Er kann roh und gekocht gegessen werden.
Er schmeckt etwa so wie Rhabarber und wird auch genau so verwertet.

Heute habe ich mal eine Stelle besucht, von der ich weiß, das der Staudenknöterich dort wächst und habe mal einiges geerntet.
Er wächst sehr gerne an Flüssen und Bächen.

Ich muss erst selbst mit dieser Pflanze noch mehr Erfahrungen sammeln und Rezepte ausprobieren.
Diese Pflanze ist für mich auch noch ein interessantes, aber lohnendes Neuland.

Die Ernte

Die jungen Sprosse so etwa 30- 40 cm groß können geerntet werden.
Heute habe ich die Erfahrung gemacht, dass die ganz dünnen Triebe total faserig sind und dadurch nicht verwertbar. 
Die etwas dickeren im Durchmesser sind da besser und können auch gleich vor Ort roh gegessen werden.

junger Japanischer Knöterich

Japanischer Knöterich am Flussufer


Knöterich Kompott

Das erste Rezept welches ich ausprobiert habe ist ein Kompott, nach dem Rezept genau so wie ein Rhabarber Kompott.
Ich habe doch nicht so viel gesammelt und merkte bei der Zubereitung,dass ich davon noch einiges nicht verwenden kann. Gerade die ganz dünnen Stängel.

spärliche Ernte

Dadurch hatte ich dann noch 200gr Knöterich Stängel zubereitet.
Ich habe sie geschält, bin mir aber nicht sicher, ob man dies wirklich muss.
Auf jeden Fall ist es ein Haufen Arbeit.

geschälte Stängel

Diese Stängel habe ich dann in einen Topf klein geschnitten.



Bei diesem Rezept habe ich bei den Zutaten von einem Kilo Rhabarber Kompott alles auf 200gr. runter gerechnet.
In diesem Topf mit dem Knöterich habe ich dann etwa 50gr. Zucker gegeben und dazu noch eine Packung Vanillezucker.
Den Knöterich mit dem Zucker vermengen und etwa 1 Stunde stehen lassen.
Zwischendurch umrühren. Kein Wasser dazu geben. Der Zucker wird den Stängeln Wasser entziehen. Ich habe Rohrzucker verwendet.

gezuckerte Stängel

Nach etwas 1 Stunde die Stängel mit dem eigenem Saft unter rühren aufkochen. Kein fremdes Wasser dazugeben, denn beim Aufkochen wird noch mehr Flüssigkeit dazukommen.
So lange kochen, bis die Knöterichstücke weich sind. Etwa 20 Minuten.

Aufkochen

Dann abkühlen lassen und bei Bedarf nachsüßen.
Den Kompott kann man alleine essen, oder mit einem Vanilleeis, oder mit einem Naturjoghurt verrührt.

Es schmeckte lecker.
Ich bin schon auf das nächstes Rezept gespannt, welches ich diese Tage ausprobieren werde.


Dienstag, 21. April 2015

Essbare Bäume

Besonders jetzt um die Frühlingszeit, wenn die Blätter der Bäume und Büsche wieder neu hervorkommen, gibt es auch für uns auch einige interessante Leckerbissen.

Das Laub einiger Bäume ist im jungen Wachstum gut essbar

Die Rotbuche:
Die Sammelzeit für die Blätter ist so etwa Ende April bis Anfang Mai.
Für die lecker schmeckende Keimlinge so ab Mitte April 
Und die Bucheckern, die Früchte der Buche, kann man ab etwa Ende September bis November gut sammeln.

junges Buchenlaub


Buchen Keimlinge
Die Buchen Keimlinge können roh gegessen werden, oder auch in den Salat hinein geschnitten werden.

Die Zeit in der man das junge Laub essen kann ist leider sehr kurz.
Werden die Blätter älter, werden sie härter und schmecken auch nicht mehr.
Bucheckern rösten
Die geröstete Bucheckern schmecken einfach nur köstlich. Über den Salat, ins Gemüse hinein oder einfach zum Knabbern.
Die Bucheckern enthalten Alkaloide, welche für uns schädlich sind. Darum sollte man die Bucheckern auch unbedingt rösten.
Geröstet sind sie auch kerniger und schmecken viel besser.

Die Birke:
Die Birkenblätter sind auch im jungen Zustand essbar und können etwa im Zeitraum von
Mitte April bis Anfang Mai für Salate gesammelt werden, oder auch in Gemüse mitgekocht werden.

Wegen den vielen guten Inhaltsstoffen der Birkenblätter wird die Birke meist mehr als eine Heilpflanze verwendet.
Für den Birkentee sammelt man die Blätter etwa im Mai- Juni.
Auch die langen, gelbe Kätzchen der Birke können verwendet werden.
Man kann damit das Mehl strecken.
junge Birkenblätter


Der Spitzahorn:
Jetzt können wir die jungen hellgrünen Blätter und Blüten des Spitzahorn sehen.
Besonders jetzt können wir am Waldrand und in der Natur schon von weitem die hellgrünen Farben des Spitzahorn sehen. Noch lange bevor die anderen Bäume austreiben.

junger Austrieb des Spitzahorn

Die jungen Blätter und Blüten können wir roh essen und für Salat verwenden.
Man kann die jungen Blätter auch für Spinat verwenden.
Auch die Keimlinge des Spitzahorn kann man verwenden und in den Salat mit hineinschneiden.

Etwa von Juni bis September kann man die ausgereiften Samen aus den Flügelfrüchten heraus nehmen und zum Gemüse mitkochen.

Weitere essbare Bäume

Es gibt noch genug essbare Bäume in unserer Natur.

Die Eiche, Darüber habe ich hier im Blog schon einige Rezepte geschrieben.
Gesammelt werden die Eicheln im Herbst, bis in den Winter hinein.


Die Sommerlinde. Man kann die jungen Blätter von April bis Ende Juni als Salat und Gemüse verwenden.
Die jüngeren Früchte (Kugeln) der Samen kann man mitkochen oder wenn noch weich, roh essen.
Die Lindenblüten eigenen sich gut als Fiebertee.

Die Fichte. So etwa im Mai kann man die jungen hellgrünen Fichtenspitzen sammeln und einen guten Fichtennadel Honig/ Sirup als Brotaufstrich daraus machen.
Aus den Fichtennadel, aber auch von der Tanne und Kiefer, kann man einen leckeren und Vitaminreichen Tee aufbrühen.
Im Herbst kann man die Samen aus den Zapfen sammeln und essen, was aber sehr mühselig ist.

Die Walnuss. Jeder kennt sie und freut sich ab etwa September, wieder diese große und lecker schmeckende Nüsse sammeln zu können. Bei guter trockener Lagerung, halten sie in der Schale bis zur nächsten Ernte.

Die Vogelkirsche. Sie ist die Mutter unser heutigen kultivierten Süßkirsche, 
Die Früchte sind deutlich kleiner als bei der Süßkirsche.
Die Vogelkirsche finden wir oft im Wald und am Waldrand. Sie kann sehr groß werden und oft kommen wir deswegen nicht an die leckeren Früchte heran.
Am Waldrand sind die Bäume oft kleiner und die Möglichkeit, die Kirschen zu ernten größer.
So etwas Ende Juni bis Ende Juli sind die Früchte reif.
Die jungen Blätter und Blüten kann man auch als Tee sammeln.

Die Felsenbirne. Die Blüte, welche etwa Ende April bis Mai blüht, kann man im Salat verwenden.
Die Früchte sind etwa im Juli reif und können direkt roh gegessen, aber auch zu Marmelade verarbeitet werden.
Sie schmecken köstlich.
ein schönes Exemplar der Felsenbirne

Blüte der Felsenbirne


Das ist heute nur eine Auswahl von essbaren Bäume und Sträucher. Es gibt noch einige mehr.
Die Natur hat uns noch so viel zu bieten.
Verschiedene Rezepte werde ich noch dazu schreiben.

Montag, 6. April 2015

Phänologie- der Kalender der Natur- Der Erstfrühling

Der Erstfrühling ist in der Zeit zwischen Ende März und Ende April.

Dieses Jahr hält sich der Winter und die Kälte recht lange. Kein strenger Winter, aber recht zäh und hartnäckig.
Richtige Frühlingsstimmung will bei mir noch nicht so richtig aufkommen.
Auch die Natur tut sich noch schwer und in der Landwirtschaft geht es auch noch nicht so richtig voran.

Astronomischer Frühling

Der astronomische Frühling beginnt bei uns in der Nordhalbkugel mit dem 21.März.
Das ist die Tagundnachtgleiche. Das heißt, an diesem Tag sind überall auf der Welt der Tag und die Nacht gleich lang, nämlich 12 Stunden.
Am Äquator steht die Sonne am Mittag genau senkrecht am Himmel.

An diesem Tag geht am Nordpol die Sonne auf und scheint für ein halbes Jahr.
Am Südpol geht an diesem Tag die Sonne unter und es folgt eine halbjährige Polarnacht.
Auf der Nordhalbkugel beginnt der Frühling,
auf der Südhalbkugel beginnt der Herbst.

Pflanzliche Anzeichen für den Erstfrühling

Die Natur stimmt aber nicht immer mit dem astronomischen Jahreszeiten überein, sie hat ihre eigenen Regeln und Anzeichen.
Dieses Jahr zum Beispiel kam der 21.März eher einem Winteranfang gleich, der in meiner Region erst jetzt so langsam vorüber geht.

Am Anfang Blühen zuerst das Buschwindröschen und die markante Forsythie. Dann Tulpen, Narzissen, Weiden. Am Ende des Erstfrühlings blühen dann die Äpfel, Birnen, Eschen, Rote Johannisbeere, Süß- und Sauerkirschen, Löwenzahn u.a. 
Vereinzelt kann man jetzt schon die Schlehen blühen sehen und die Kirschpflaumen.

Und auch die Wildkräuter Saison beginnt mit dem herrlichen Bärlauch.


Forsythie

Buschwindröschen
Kirschpflaumen

Schlehe
Weidenblüte wichtige erste Bienennahrung

Auch viele Büsche und Bäume schlagen jetzt aus.

Die Eberesche, die Rosskastanie, Birken, Spitzahorn, Erlen, Holunder, die Lärche und am Ende auch die Buchen.
Holunder

Weißdorn  


Im Garten zuerst die Stachelbeere, dann die Äpfel.
Wenn die Stachelbeere austreibt, ist dies ein sicheres Zeichen, dass der Erstfrühling beginnt.
Blüht die Stachelbeere sind wir in der Mitte des Erstfrühlings.

Stachelbeere Austrieb

Austrieb des Apfels


Mit der Stachelbeere Blattentfaltung kann auch wieder die Gartenarbeit richtig losgehen.
Die Frühbeetkästen können mit Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi gepflanzt werden und so einiges kann man schon im Freiland aussäen.




Sonntag, 5. April 2015

Wetterkunde - Windregeln

Durch die Winde und Luftbewegungen kann man auch das Wetter erkennen.

Für jeden der viel draußen ist, Gärtner, Landwirte, Jäger, Bergsteiger, Soldaten, Bushcrafter usw. sind die Wetterregeln sehr wichtig.

Winde entstehen durch die Rotation der Erde und durch das Aufeinanderfolgen von Hoch - und Tiefdruckgebiete. Wenn warme und kalte Luft aufeinander stoßen und sich vermischen.
Je nach dem wie stark die Luftdruck Unterschiede sind, um so stärker werden die Winde.



Jede Änderung der Windrichtung deutet auf eine Veränderung des Wetters hin.

Dreht der Wind plötzlich, nachdem er längere Zeit aus der gleichen Richtung gekommen ist, dann kommt eine gravierende Wetterveränderung.

Eine Veränderung der Windrichtung hat vor allem damit zu tun, ob der Wind links oder rechts drehend ist.
linksdrehender Wind   - Tiefdruck
rechtsdrehender Wind - Hochdruck

Es gibt Höhenwinde, die erkennt man am der Zugrichtung der Wolken und es gibt
die Bodenwinde, welche wir unten am eigenem Leibe spüren können, oder am Verbiegen von Pflanzen, Fahnen wehen usw. sehen können.

Gras im Bodenwind

 Dadurch gibt es einige Windregeln


  • Ändert sich die Windrichtung um mehr als 45°, weist das auf einen Wetterumschwung hin.
  • kommt der Wind aus NW - O  deutet es auf gutes Wetter hin (rechtsdrehender Wind)
  • kommt der Wind aus W - SW  deutet das auf schlechteres Wetter hin, oft Regen, Westlage (linksdrehender Wind)
  • Federwolken von SW kündigen baldigen Regen an.

Bodenwinde

Wenn das Wetter schlechter wird, neigen Bodenwinde dazu gegen den Uhrzeigersinn (linksdrehend) zu drehen, (Tiefdruck)

Drehen die Bodenwinde aber im Uhrzeigersinn weiter (rechtsdrehend), ist besseres Wetter im Anmarsch. (Hochdruck)

Aber diese Regeln sind noch etwas ungenau. Darum noch die Querwindregeln.

Querwindregeln

Anhand den Bodenwinden und den Höhenwinden kann man so das Wetter einigermaßen bestimmen.

  1. Man stellt sich mit dem Rücken gegen den Bodenwind.                                                                 Wenn dann die Höhenwinde (Wolken) von links kommen, wird sich das Wetter normalerweise verschlechtern.
  2. Kommen die Höhenwinde (Wolken) von rechts, so tritt normalerweise besseres Wetter ein.
  3. Wenn der Rücken dem Bodenwind zugewandt ist und die Höhenwinde in der selben oder entgegengesetzte Richtung ziehen, wird sich das Wetter normalerweise kurzfristig nicht sehr viel ändern.

Probiert es aus und lernt den Wind und das Wetter zu lesen und zu erkennen.

Weitere Erklärungen zum Wind und zum Wetter werden noch kommen und habe ich auch schon hier geschrieben  http://abenteuer-einfaches-leben.blogspot.de/2014/07/wetter-in-den-alpen.html