Dienstag, 26. August 2014

Anfangen mit der Teilselbstversorgung

Wie kann man das tun? Eine Generallösung dafür gibt es nicht. Es gibt viele verschiedene Situationen und Lebenslagen. Ein 20-jähriger wird vieles anders sehen, als ein 40-jähriger mit Familie und Kindern.
Ich gehöre zu den über 40-jährigen, mit Familie. Meine Frau und ich versuchen so gut es geht, unsere Träume und Wünsche zu erfüllen.
Jeder wird nach seinen eigenen Prioritäten und Bedürfnisse handeln.

Einige Richtlinien von meiner Frau und mir:

  • Kein Eigentum, so sind wir flexibler.
  • Kein unnötiger Konsum
  • Lebenshaltung minimieren, Bedürfnisse minimieren, sich mental und praktisch gegen den Trend der Gesellschaft und Massenmeinung stellen. Das heißt aber nicht, grundsätzlich gegen alles sein, was die Masse für richtig hält. Sondern den gesunden Menschenverstand einschalten
  • Eigener Sparplan, auf den ich noch zurückkomme.
  • Das eingesparte Geld wird dann für die Wünsche, z.B. Reisen etc. verwendet.
  • Wer sich an der Masse orientiert, richtet sich immer nach dem untersten Niveau der Gesellschaft.
  • Teilselbstversorgung 
  • Dies ist auch ein Teil unserer Rentenvorsorge, da wir davon ausgehen, dass sie sehr mau werden wird.
  • Gut ist es, wenn man sich schon in guten Zeiten auf Notfälle aller Art vorbereitet.  
  • Wer in jungen Jahren mit weniger auskommen kann, wird es auch im Alter leichter haben.
Wer den mentalen Ausstieg nicht schafft, wird auch in der praktischen Anwendung scheitern. Denn wir werden beobachtet und auch oft kritisiert. Der Mensch ist und bleibt nun mal im Herdentrieb und seiner Norm gefangen.

Individualität wird heute sehr klein geschrieben und ist auch von der Masse und den Manipulanten nicht gewollt.
Wer nicht der Norm der Gesellschaft entspricht wird leicht zum Außenseiter und Eigenbrötler abgestempelt. Das liegt manchmal auch daran, dass der Massenmensch am Individuellem seine eigene Unfähigkeit erkennt (natürlich abhängig davon, wie viel eigenes gesundes Denkvermögen noch vorhanden ist). Höchstens noch heimliche Bewunderung für den "Außenseiter" hat, aber niemals selbst diesen Schritt wagen wird.

Aber es geht zur Zeit auch ein Ruck durch unsere Gesellschaft und immer mehr Menschen wachen auf und merken, es ist einiges im Argen und wollen etwas tun. Selbstversorgung ist heute in vieler Munde.

Der Weg zum Ausstieg

  1. Der feste Wille und das Verlangen danach muss da sein!                                                                     (Entschlussphase)       
  2. Sich mental damit auseinandersetzen und die ersten Schritte dazu abwägen und beschließen!                (Planungsphase)
  3. Die ersten Schritte praktisch umsetzen!                                                                                               (Anfangs- und Probierphase)   
  4. Die mentale und praktische Umsetzung des "einfachen Lebens", als gewohnter, verinnerlichter Lebensstil.                                                                                                                                         (Endphase- neuer Lebensweg)  

Die Einstellung

  • Ein Ja zur Veränderung, bereit sein neu anzufangen, Ja zur Unsicherheit.
  • Wer Veränderung meidet, bleibt stehen. Veränderung gibt neue Horizonte.
  • Beginne, dein eigenes Leben zu leben und zu gestallten, unabhängig von der Meinung anderer.
  • Man muss außer der Norm denken, weil alle in der Norm denken und handeln und gefangen sind.
  • Ein Weg zum Glück ist, wieder über die eigene Zeit zu bestimmen, damit wir Dinge tun können, die uns wirklich wichtig sind. 
  • Wichtig ist nicht ein tägliches Mehr, sondern ein tägliches Weniger- trenne dich von allem Unwesentlichen!  -Bruce Lee
Jeder hat seinen eigene Vorstellung vom einfachen Leben und seine eigenen Prioritäten.
Betrachten wir die Nachrichten und die aktuelle Weltsituation, müssen wir eine reale Einstellung zur Lage bekommen. 
Über 90% der Bevölkerung hat wahrscheinlich immer noch nicht registriert, dass auch sie sehr bedroht sind. 
Wir sitzen in Deutschland in einem sehr zerbrechlichem Glashaus.

Erste Schritte in die Praxis

  1. Erkunde deine nahe Umgebung genauer. Wo gibt es wilde Obstbäume, Wildkräuter, Nüsse und Wasserquellen. Schaue dir dazu deine Umgebung auch mal auf einer Landkarte an. Am besten im Maßstab 1:50000.
  2. Lerne Wildpflanzen und Früchte kennen.
  3. Suche dir ein Gartengrundstück oder einen Platz zum anbauen von Gemüse usw. Wenn kein eigener Garten vorhanden ist.
  4. Lege Vorräte mit Obst und Wildpflanzen und Gartenerträge an.
  5. Versuche Dinge, die du gerne haben möchtest kostenlos oder recht günstig zu bekommen, z.B. ein bestimmtes Buch.
  6. Fertige einen Balkongarten an. Besorge dir die Erde dazu möglich kostenlos. Z.B. Erde von Maulwurfshügeln, Humusboden von der Natur.
  7. So gut wie kein Geld für unnötigen Konsum ausgeben. Überdenke die Kaufwünsche.
  8. Möglichst viel Selbermachen und reparieren.
  9. Überdenke die Finanzielle Seite. Wo kann man Fixkosten und Ausgaben einsparen?
  10. Versuche deine Arbeitszeit zu reduzieren.

Guter Ratschlag für Lebenskünstler

Jedes mal, wenn du nach hause kommst, musst du etwas mitbringen, egal was: einen Ast als Feuerholz, Wildkräuter, ein paar Äpfel oder Beeren, Bärlauchzwiebeln, eine Pfandflasche, oder was auch immer.
(aus "Der Selbstversorger- Wolf-Dieter Storl")

Ein Amisch sagte einmal:
"Selbstversorgung hilft um unabhängiger zu sein, weniger einkaufen zu müssen und zum Vorräte anlegen.
Es hilft auch, sich von der modernen Welt abzugrenzen.
Das Selbst herstellen und Arbeiten erinnert uns auch daran, dass die Erde Gottes Werk ist". 

"Die Sklaverei lässt sich bedeutend steigern, indem man ihr den Anschein von Freiheit gewährt".      Ernst Jünger




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