Montag, 10. August 2015

Fruchtleder herstellen

Gestern habe ich einige Kirschpflaumen gesammelt und daraus sofort Fruchtleder hergestellt.

Die Herstellung von Fruchtleder ist eine gute Art der Konservierung von Früchten. Es ist mehrere Jahre haltbar und sehr einfach herzustellen.
Es ist auch ein sehr guter Ersatz für Süßes zum Naschen und alle Inhaltsstoffe der Früchte bleiben komplett erhalten.

Mit dem Fahrrad fuhr ich zu meiner Sammelstelle und erntete die Kirschpflaumen.





Zuhause habe ich die Kirschpflaumen alle entsteint, was eine schöne Fleißarbeit ist. Aber es lohnt sich.
Leider bleibt auch viel Fruchtfleisch an den Kernen hängen.
Die entsteinten Früchte habe ich dann mit dem Stabmixer ganz fein zerkleinert. So das es ein flüssiger Fruchtmus gibt.


Zu den Früchten habe ich keine weitere Zutaten hinzugenommen, auch keinen Zucker.

Den fertigen Fruchtmus habe ich dann auf die Etagen meines Dörrapparates sehr dünn verteilt und glattgestrichen. Nicht zudick auftragen, wegen dem Trockenvorgang.
Die Etagenfächer habe ich vorher mit Backpapier ausgelegt. Das kann man mehrmals verwenden.




Die ersten 2 Stunden stelle ich den Dörrapparat auf 60 Grad. Danach trockne ich weiter bei 40 Grad.
Die Trocknungszeit war etwa 6-7 Stunden.
Ab und zu habe ich mal die Etagen umgetauscht und kontrolliert, wie fest das Leder schon ist.

Das Fruchtleder ist fertig, wenn es komplett durchgetrocknet und fest und wie Leder ist.
Man kann es ein bisschen vergleichen mit Esspapier, nur aus Früchten.
Es lässt sich sehr gut vom Backpapier entfernen. Dann ist es auch wirklich fertig und gut durchgetrocknet.





Das fertige Fruchtleder habe ich in kleinere etwa gleichgroße Stücke gerissen und in Brotpapiertüten bewahre ich es auf. Kultiviertere Leute können das Fruchtleder auch mit der Schere zerschneiden.

Man kann das Fruchtleder auch in Backpapier einwickeln. Dieses Bild ist noch vom letzten Jahr.



Bestimmt kann man es auch in größeren Schraubgläsern aufbewahren. Das habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert.

Als kleiner Snack zwischendurch, für unterwegs oder bei der Arbeit ist das immer eine leckere Sache.

Probiert es aus und lasst es euch schmecken.

Montag, 22. Juni 2015

Spartipps 4

Die Spartipps in diesem Beitrag richten sich mehr auf die Lebensweise und mentale Einstellung.

Sparen ist nicht nur Geld beiseite zu bringen und irgendwo anzuhäufen, Sparen kann auch bedeuten mit wenig Aufwand weniger Geld zu brauchen oder auszugeben.

Es tut gut zu wissen, dass man mit weniger Geld den gleichen bisherigen Lebensstandard halten kann.
Vielleicht sogar verbessern, weil viele dieser Tipps unser Leben sogar einfacher und zufriedener machen.
Es liegt an jedem selbst. welche Punkte angewendet werden, oder welche man noch hinzufügt.
Diese Liste der folgenden Tipps ist ja nicht vollständig. Es wird immer noch etwas geben, das man hinzufügen kann.

Spartipps

  1. Weniger auswärts Essen. Auswärts Essen ist oft eine schöne und bequeme Sache. Man sollte es sich auch ab und zu gönnen. Allerdings macht man dies zu oft, kann das sehr viel Geld kosten. Zuhause kocht man um ein vielfältiges günstiger und meist auch besser. Auf lange Autofahrten oder wenn man länger außer Haus ist nehmen wir immer Essen mit. Schnitzel im Brötchen kann man auch gut kalt essen und sogar einen leckeren Salat dazu.
  2. Iss draußen sparsam. Die vielen verlockenden Angeboten in den Fußgängerzonen oder Einkaufszentren, die uns zum Essen verführen wollen sind gewaltig. Es ärgert mich schon, überall sollen wir nur essen und trinken. Schließt ein Laden, kommt oft eine neue Freßbude hinein. Die Preise sind oft überteuert, Fastfood sowieso. Und meist auch ungesund.   Wenn ich draußen essen, schaue ich immer, dass ich einigermaßen gutes Essen kaufe. Meist gibt es das noch beim Metzger oder einem echten Bäcker. Für eine überteuerte Pizzaecke für 3€ oder ähnliches, habe ich absolut kein Verständnis.
  3. Schauen und überlegen, bevor man kauft. Es kommt vor, man sieht etwas und will es haben. Ich merke mir dann den Laden und schaue weiter. Dabei vergeht Zeit und man kann über den Kauf noch einmal nachdenken, ob man es wirklich braucht. Es besteht auch die Möglichkeit, man findet das Selbe oder Ähnliches woanders günstiger oder sogar noch in einer besseren Ausführung. Will man es noch, kann man immer noch zugreifen, oder am Ende zum ersten Laden zurück kommen.
  4. Weniger Kleidung. Die meisten von uns werden zuviel Kleidung haben. oft sogar so viel, dass man nicht einmal mehr weiß, was man alles hat. Da gibt es manchmal richtige Überraschungen im Kleiderschrank, was so alles zum Vorschein kommt. Den Kauf von neuer Kleidung muss man sich gut überlegen. Man muss nicht immer das Neueste Teil haben und jedem Trend hinterher rennen. Man beutet sich dabei nur selber aus. Dieselben Teile kann man einige Wochen oder Monate fast geschenkt bekommen. Die Kleidung die man hat, kann man auch gut kombinieren und für verschiedene Anlässe anziehen. Man muss nur mal etwas im Schrank stöbern. 
  5. Kleidung Ausmisten. Das macht Sinn. Oft gibt es Kleidungsstücke, die wir nicht mehr verwenden. Sie nehmen nur unnötig Platz im Schrank weg. Diesen Platz kann man besser verwenden. Man hat dadurch auch einen besseren Überblick, über das was man noch hat. Auch das kann helfen, weniger neue Kleider zu kaufen.
  6. Gehe nicht Shoppen, wenn du nichts brauchst. Einen Stadtbummel zu machen, weil es einem gerade danach ist, oder man Langeweile hat, kann einem die Zeit vertreiben, aber auch das Geld aus der Tasche ziehen. Frustshopping kann teuer werden und auch zu einem schlechten Gewissen führen, weil man später den meist unnötigen Einkauft wieder bereut. Man hat wieder einmal etwas gekauft, was man nicht braucht. Wer kennt das nicht?
  7. Kostenloser Zeitvertreib. Unterhaltung und Freizeit muss nicht teuer sein. Ein Spiele- oder Filmabend mit Freundet kosten fast nichts und das Essen dazu kocht man viel günstiger als würde man auswärts essen. Und es fördert die Freundschaft und Gemeinschaft.     In guten Bibliotheken kann man viele Filme kostenlos oder für wenig Geld ausleihen. Es gibt viele Dinge, die  man in der Freizeit tun kann, ohne dass es Geld kostet. Wandern, Sport, Radfahren, Brett- und andere Spiele usw. Diese Zeit ist sinnvoller verbracht, als vor dem PC.
  8. Kostenloser Sport. Ich verstehe bis heute noch nicht, wie man für Sport in einem Fitness Studio so viel Geld bezahlen kann und will. Die Natur bietet uns so viel Schönes und frische Luft. Beim Dauerlauf draußen kann man sich eigene Hürden und Schwierigkeiten zur Abwechslung einbauen. Krafttraining ist sehr effektiv mit dem eigenem Körper. Liegestütze, Bauch- und Kniebeugen usw. Mit einer Fitnessmatte und wenigen Geräten und Gegenstände zuhause kann man sich ein  gutes, eigenes Sportstudio einrichten. Man ist an keine Studioregeln und Gebühren gebunden. Ein großer Schwachpunkt ist die Selbstmotivation! hat  man es geschafft, diesen inneren Schweinehund zu überwinden, macht das Training zuhause und in der Natur sehr viel Spaß.
  9. Halte dich gesund! Ein gesunder Lebensstil ist wichtig. Krankheit ist immer teuer. Man  braucht Medikamente, Therapien oder andere Heilmittel. Sport und gesunde Ernährung können helfen uns besser gesund zu halten. Durch Sport und gute Ernährung fühlt man sich auch generell seelisch besser und ausgeglichener. Auch das hält gesund. Viele Krankheiten sind mental bedingt. Gesundheit ist ein wichtiges Gut. Wir müssen es uns erhalten.
  10. Nutze viel das Fahrrad. Fahrrad fahren ist kostenlos und hält uns dabei noch fit und gesund. Viele Kurzstrecken sind auch gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Parkplatzsuche und Parkgebühren fallen dabei auch nicht an.
  11. Gehe viel zu Fuß. Das spart Geld und ist gleichzeitig ein gutes Training. Kleinere Erledigungen kann man auch gut zu Fuß erledigen. Dabei kann man auch immer wieder kleinere Sprints oder Laufstrecken einbauen. Der Körper ist für jede Bewegung, ob zu Fuß, oder mit dem Fahrrad sehr dankbar. Gleichzeitig werden Kalorien verbraucht. macht man das bei jedem Wetter, härtet es auch gleichzeitig ab.
  12. Verkaufe Unnötiges. Bei jedem von uns gibt es bestimmt auch genug Ramsch und Unnötiges. Dies nimmt uns nur unnötig Platz weg und bindet uns an diese Dinge. Vieles will man nicht hergeben, weil eine Erinnerung oder ein besonderes Erlebnis damit verbunden ist. Aber braucht man das heute noch? Wird es nicht auch mal Zeit, mit der Vergangenheit abzuschließen? Manches gibt man nicht her, weil es mal viel Geld gekostet hat. Aber brauchen tut man es schon lange nicht mehr. Schafft man es, sich trotzdem von diesen Dingen zu trennen, merkt man einfach, dass man sich freier und glücklicher fühlt. Denn je weniger man hat und braucht, desto freier und zufriedener wird man. Verkauft man Dinge die man nicht mehr braucht, kann man sogar noch etwas damit anfangen. Leider ist meine Erfahrung oft die, dass diese Dinge, die mir so wichtig oder wertvoll sind und waren, keinen guten Wiederverkaufswert haben, oder erst gar kein Bedarf bei anderen dafür da ist. Dann gebe ich es jemanden für den Flohmarkt mit, verschenke es oder schmeiße es rigoros weg. Egal auf welchem Weg der Ramsch wegkommt, man fühlt sich danach einfach freier.

Freitag, 12. Juni 2015

Bargeldverbot

Man hört davon immer öfters in den Medien und es wird auch früher oder später soweit kommen.
Auch wenn es heute noch viele Leute gibt, die sich das nicht vorstellen können oder wollen.
In manchen EU Ländern ist heute schon die Bezahlung mit Bargeld eingeschränkt.

Dieser sehr einschneidende Schritt zur totalen Kontrolle der Menschen wir auch das Ende unseres derzeitigen Systems bedeuten. Die Folgen werden katastrophal sein.

Was gerade passiert!

Das Bargeldverbot, wenn es wirklich beschlossen und durchgesetzt wird, können wir nicht verhindern.
Die Mächtigen die da im Hintergrund arbeiten sind zu stark und zu einflussreich, um sich von Protesten der Straße beeinflussen zu lassen. Sofern die überhaupt kommen werden.
Denn eben genau diese Mächtigen im Hintergrund haben die Menschen so zu willigen und unwissenden Sklaven erzogen, dass die meisten Leute, wie immer in der Geschichte, wieder einmal erst merken was passiert ist, wenn sie vor vollendeten Tatsachen stehen.

Hier gilt wieder das, was Jean-Claude Junker einmal sagte:

"Wir beschließen etwas, stellen dass dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert.
Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein zurück gibt."

Genau in dieser Periode sind wir jetzt. 
Es wurde etwas in den Raum gestellt und nun wird abgewartet wie die Bevölkerungen reagieren werden.

Diese derzeitige Periode zeigt uns auch zwei wesentliche Dinge:

1. Das Finanzsystem ist so am Ende, dass dieser Schritt erzwungen werden muss.
2. Die totale Kontrolle über die Menschheit kommt zum finalen Abschluss.

Als ernster Bibelleser weiß ich, dass diese beiden Punkte auch wirklich passieren werden, denn sie werden in der Offenbarung Kapitel 13 erwähnt. 
Daher bin ich weder überrascht, noch schockiert über das kommende Bargeldverbot.

Was bedeutet das Bargeldverbot?

Zuerst einmal muss uns klar sein, dass wir nur das besitzen, was wir wirklich in der Hand halten. Auch unser Bargeld. Das Geld auf der Bank oder die Spareinlagen, Bausparverträge, Lebensversicherungen usw. sind nur elektronische Zahlen, die uns zeigen sollen, auf was wir Anspruch haben. 
Bei einem Stromausfall oder wenn die elektronische Zahlung im Supermarkt ausfällt, hat man nicht einmal Zugriff auf diese Zahlen oder dem "Geld".
Das halte ich aber noch für das geringere Übel.

Viel schlimmer ist es, dass wir nun total gläsern sind und wir keinerlei Privatsphäre mehr haben. Jeder Cent den wir verdienen oder ausgeben ist nun bekannt. Nicht einmal kleinere Reserven für Notfälle können wir für uns zurück behalten.

Kleinere Geldzuwendungen wie Geldgeschenke zum Geburtstag, kleine Nachbarschaftshilfe usw. kann es dann nicht mehr geben.
Aber gerade diese Gelder machen einen nicht geringen Anteil am Warenumsatz des Einzel- und Großhandels aus. Oder auch im Tourismus und Reisebereich.

Ich bin der Überzeugung, dass wir weniger Geld zur Verfügung haben, auch wenn wir bisher gut mit unserem Lohn ausgekommen sind. Denn die vielen kleinen Summen, die wir nebenbei weglegen konnten oder so zugesteckt bekommen haben, fallen weg. 

Es gibt eine totale Abhängigkeit von Banken und Staat. Man kann nichts mehr gegen Willkür und Ungerechtigkeiten tun. Zinssätze, sogar negative Zinssätze und Gebühren können jederzeit erhoben und geändert werden. Am Beispiel von Zypern wissen wir, was auch uns jederzeit passieren kann. Bei Bargeldverbot gibt es kein Entrinnen davon.

Jeder unsere Schritte kann weltweit beobachtet und verfolgt werden, da wir ja elektronisch bezahlen müssen. Außer es gibt dann noch Länder, welche noch kein Bargeldverbot haben.

Viele weitere Freiheiten, welche wir bisher hatten, werden uns durch das Bargeldverbot genommen.

Was können wir tun?


Wenn das Bargeldverbot kommt, hat der Staat uns alle Mündigkeit genommen.

Unsere Gehälter oder sonstige Einkommen werden wir elektronisch auf unsere Konten überwiesen bekommen. Und wir werden auch elektronisch bezahlen müssen.

Aber es wird, wenn es soweit kommt, auch eine parallele Tauschwirtschaft geben.

  1. Weil die Empörten der Gesellschaft sich diese Entmündigung nicht gefallen lassen wollen.
  2. Weil es für Viele, denen das Einkommen nicht reicht, eine Notwendigkeit werden wird.
  3. Weil man wie bisher auch, für Extrawünsche oft ein Zusatzeinkommen brauchen wird.


Nur ist unsere Gesellschaft heute so aufgebaut dass es für viele Menschen fast unmöglich ist, erfolgreich in dieser Tauschwirtschaft zu sein. 

Das liegt zum einen daran, dass im heutigem Schul- und Ausbildungssystem, die Schüler und Auszubildende, ja nicht einmal die Studenten, auf das wirkliche Leben vorbereitet werden.
Es werden manipulierte Systemlinge und willige, zweckgebundene Arbeitskräfte herangezüchtet.
Den Überblick, über das große Ganze, haben und kennen nur noch die Wenigsten. 

Zweitens werden viele wieder unvorbereitet sein, weil sie bis zum Ende an das System glaubten und sich nicht auf die Zeit ab dem Bargeldverbot, oder eine andere Krise vorbereitet haben.

Vorbereitung

Wir wissen nicht, wann ein Bargeldverbot kommt. Das ist aber auch nicht so wichtig. Gute Vorbereitung ist immer notwendig, ob für eine Katastrophe, ein Finanzcrash, ein Unglück, oder was auch immer.


  • Die Mentale Vorbereitung und Vorstellung für das Kommende ist das A und O. Wer das nicht schafft, wird es auch im Praktischem sehr schwer haben. Das Beste hoffen, auf das Schlimmste vorbereitet sein!
  • Es ist wichtig, sich so viele Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen wie möglich. Denn diese werden auch zum Tauschen gebraucht.
  • Ich selbst habe sogar meine Berufswahl (Gärtner), damals schon als 17 jähriger, extra so ausgewählt, weil ich damit immer der Natur (Survival/ Bushcraft/ Wildpflanzen) nahe bin und ich mit diesen Kenntnissen immer etwas zu tun haben werde.
  • Das konnte ich aber nur deshalb tun, weil ich schon damals vor fast 30 Jahren sehr offen für Hintergrundinformationen und schon immer sehr neugierig über die Zusammenhänge unserer Gesellschaft war. Das ist für mich auch Survival und ein Lebensstil! Lernen aus der Geschichte. Wer die Geschichte nicht kennt, hat es schwerer in der Gegenwart und in der Zukunft.
  • Es ist wichtig, ständig aus verschiedenen Quellen informiert zu sein. Und auch die Zusammenhänge über das Funktionieren unserer Gesellschaft und Wirtschaft zu kennen. 
  • Eine gute Wissensbibliothek anlegen, Kurse und Schulungen besuchen, den Horizont erweitern.
  • Jetzt hat man noch die Möglichkeit, unbemerkt seinen Haushalt so auszustatten, dass man für weitere Krisen gewappnet ist. 
  • Dienstleistungen werden dann gegen Waren getauscht. Gartenarbeit z.B. gegen Obst und Gemüse, oder Hilfe am PC. Autoreparatur gegen ein Zimmer tapezieren, oder einen Satz Reifen. Die Möglichkeiten dazu gibt es unendlich.
  • Hat man nichts anzubieten, kann man auch z.B. einen Lebensmitteleinkauf gegen eine Dienstleistung "tauschen".
  • Die Selbstversorgung wird noch wichtiger werden als bisher. Wer keinen eigenen Garten hat, so wie ich, ist vom Sammeln in der Natur abhängig.
  • Die Wildpflanzenkunde wird noch wichtiger werden. Denn alles was man in der Natur sammelt und findet muss nicht gekauft werden. Marmelade, Salat, Gemüse, Obst uvm. kann man in der Natur finden und selbst herstellen. Und bei größeren Mengen sogar tauschen.
  • Wir müssen wieder ganz neu lernen, Dinge selbst herstellen und reparieren können. Handwerkliche Kenntnisse und auch das nötige Werkzeug dazu haben, sind wichtig.
  • Netzwerke und ein guter Freundes- und Bekanntenkreis ist auch ein große Hilfe. Denn nicht jeder kann alles tun. Es ist immer gut,  Leute mit verschiedenen Berufen und Fähigkeiten zu kennen.

Das Moderne Leben als heutige Jäger und Sammler, über das ich hier im Blog schon einiges geschrieben habe und noch fortsetzen werde, wird dann wichtiger als je zuvor.

Denn alles was man selbst gesammelt oder hergestellt hat, sind auch tatsächliche Werte und nicht nur elektronische Zahlen, von denen wir total abhängig sind.
Es gibt uns ein Stück Freiheit und Souveränität zurück, welche uns genommen wurden.
Es ist etwas, auf das der Staat keinen Einfluss haben wird.

Daher kann es auch sein, das der Staat sich weitere Ideen einfallen lässt, um gegen die Tauschwirtschaft vorzugehen.
Big Brother is watching you!

Wenn ein Bargeldverbot kommt, wird sich unsere Gesellschaft von Grund auf verändern.















Mittwoch, 27. Mai 2015

Pesto mit dem Mörser und ein Smoothie

Bisher habe ich meine Pestos immer mit dem Stabmixer gemacht.
Da in vielen Pesto Rezepten auch oft der Mörser erwähnt wird, wollte ich dass natürlich auch einmal ausprobieren.

Vor allem auch mit dem Hintergedanken, was mache ich bei Stomausfall oder wenn ich mit dem Rucksack unterwegs bin. Auch dann möchte ich Pestos herstellen können.

Bei einem mit Giersch reich gesegneten Nachbar, holte ich meine Ernte. Da er selbst keine Verwendung dafür hat, habe ich angeboten, mich darum zu kümmern. Diese sehr große Giersch Fläche hatte ich vor knapp zwei Wochen mit der Heckenschere herunter geschnitten, denn er war viel zu groß und alt geworden.
Als ich dann zur Ernte kam, sah es so aus

junger nachwachsender Giersch

abgeschnittener Giersch


Im Herbst werde ich aus Dankbarkeit, dass ich da immer ernten darf, versuchen mit der Grabgabel die Fläche etwas zu reduzieren.

Die Pestoherstellung

Die Herstellung eines Pestos ist ganz einfach. Es gibt nur Weniges, was man wirklich beachten muss, ansonsten geht alles nach Augenmaß und Lust und Laune.
Mit Mengenangaben kann ich wenig anfangen, ich mache es immer nach Gefühl. 

Heute habe ich verwendet:

Gierschblätter
Sonnenblumenkerne
Olivenöl (man kann auch anderes Öl nehmen)
1 Knoblauchzehe
etwas Salz und Pfeffer
und meinen Mörser





Die Blätter werden gewaschen, leicht trocken getupft und klein geschnitten. Da ich mit dem Mörser arbeite, habe ich beim Kleinschneiden die dickeren Stile gleich entfernt.



Einen Teil der Blätter hebe ich mir auf für meinen Smoothie, den ich gleich anschließend machen werde.

Während ich die Blätter gewaschen und geschnitten habe, habe ich gleichzeitig auch die Sonnenblumenkerne in der Pfanne geröstet.
Die geröstete Kerne und die klein geschnittene Knoblauchzehe kommen in den Mörser und werden etwas zerdrückt.




Dann kommen etwas Salz,Pfeffer und etwas ÖL dazu und die Blätter. Die Blätter habe ich nach und nach rein getan, nicht alle auf einmal.
Und alles gut mit dem Mörser fein zermahlen, so lange bis man die gewünschte Konsistenz hat.



Für meine doch recht kleine Portion habe ich heute zuviel Sonnenblumen Kerne geröstet. Das ist nicht schlimm, es gibt dem Pesto noch eine nussigere Note.

Das Pesto kann sofort gegessen werden. Man kann es als Brotaufstrich, oder auch als Spaghetti Soße verwenden.



Will man das Pesto in Gläser abfüllen, muss man sie vorher sterilisieren. Ich mache es mir da einfach und sterilisiere sie mit kochendem Wasser.
Nachdem man das Pesto ins Glas gefüllt hat, den Rand sauber abputzen und das Pesto mindestens 1 cm mit Öl abdecken. Entnimmt man etwas vom Pesto, danach wieder mit Öl auffüllen.



Die Pesto Herstellung dauert etwa 20 Minuten.

Für größere Mengen werde ich weiterhin den Stabmixer verwenden. Der Mörser wird jetzt aber auch viel öfters eingesetzt.
Durch diese Arbeit mit dem Mörser bekommt man eine ganz andere Beziehung zu seinem Essen.
Denn man hat wirklich alles selbst gemacht. Und es macht auch viel Spaß.

Smoothie

Smoothies sind leckere, dickflüssige Getränke aus Obst, Kräutern, Gemüse usw. Je nach dem , was man verwendet. man kann da unzählige Variationen machen, je nach Geschmack und Vorlieben. 

Die Zubereitung ist sehr einfach. Auch da habe ich keine feste Maßangaben. Hierbei sind wir völlig frei nach Geschmack, Lust und Laune.

Die Blätter waschen und klein schneiden und in den Mixbehälter reintun.
Dann Obst nach Belieben, Banane, Apfel, Trauben, Orangen, Mandarinen, Pflaumen ... klein schneiden und auch in den Mixer tun.
Etwa 1 TL Zitronensaft dazu, 1TL Öl. etwas Honig oder Agavendicksaft o.ä.
Am Schluss noch etwa 250 ml Wasser und bei Bedarf auch mehr.
Ich habe heute als Obst nur eine halben Apfel verwendet.

Beim Einfüllen in den Mixer ist es wichtig, dass man das Blattgut ganz unten bei den Messern ist. 
Alle weiteren Zutaten werden das Blattgrün leicht nach unten drücken. So wird es leichter und schneller zermahlen.
Meist werden für die Smoothies die teuren, aber auch wirklich gute Hochleistungsmixer verwendet.
Ich halte bisher davon nichts, sie sind mir zu teuer. Mein einfaches, aber gutes Modell reicht mir völlig. Aber eine Qualitätsware muss es sein, kein Billigmixer kaufen.

Im Mixer sieht es dann so aus:



Dann auf der kleinen Stufe mixen und später weiter auf der höheren Stufe. Je nach Inhalt und Konsistenz, die man möchte, etwa 2 Minuten.



Einen Smoothie trinkt man langsam und kaut ihn auch etwas, so kann man die Nährstoffe der Pflanzen noch besser aufnehmen.
Er ist ein sehr leckeres, gesundes und erfrischendes Getränk.

Freitag, 22. Mai 2015

Japanischer Knöterich Quark Auflauf

Bei uns im Ort, auf einer freien Fläche im Gewerbegebiet wächst der japanischen Knöterich in großen Mengen.
Da ging ich gestern zur Ernte.
Wenn man nicht gleich zur Verarbeitung von Wildpflanzen kommt, kann man sie auch 2-3 Tage im Kühlschrank, im Gemüsefach aufheben.



Den Knöterich kann man die ganze Wachstumsperiode über essen, auch wenn er schon alt und groß ist.
Denn die oberen Spitzen, so etwa 2-3 Knoten lang, sind immer jung und weich.
Diese kann man abschneiden und sofort ungeschält essen.


obere Spitze des Knöterich

geerntete Triebspitzen

Die Blätter habe ich natürlich gleich vor Ort entfernt. Das Schöne bei der Wildpflanzen Ernte ist, dass man zuhause in der Regel wenig Abfälle hat.

Das Rezept

Das Grundrezept ist für Rhabarber gedacht.
Da der Japanische Knöterich genauso verwendet werden kann und auch genau so schmeckt, ist es möglich. alle Rhabarber Rezepte auch mit dem Knöterich zu verwenden.

Die Zutaten:

200g Knöterichstangen
3 EL Zucker
250g Quark
2 Eigelb, 2 Eiweiß
1 Pack. Vanillezucker
Salz
1TL Puderzucker
Fett/ Butter für die Form


Knöterich Stängel

Die Knöterichstangen werden in dünne Scheiben geschnitten und mit 2 EL Zucker bestreut.


Quark, Eigelb und Vanillezucker verrühren.


Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
Den restlichen Zucker unter Schlagen einrieseln lassen, unter den Quark heben.

Die Gratinform am Boden und Rand einfetten, wir haben auch noch etwas Paniermehl dazu genommen.


Den Boden mit der Quarkcreme bedecken und mit der Hälfte der Knöterichscheiben belegen.


Darauf kommt wieder eine Schicht mit der Quarkcreme und mit dem restlichen Knöterich belegen.



Im vorgeheizten Backofen bei 200°C auf der mittleren Schiene etwa 25 Minuten backen, bis der Auflauf goldbraun ist. Mit Puderzucker bestreuen.

fertig gebackener Auflauf

Nun kann man den leckeren Auflauf genießen.


Donnerstag, 21. Mai 2015

Waldläufernahrung - Wiesen- Bärenklau und Große Klette


Die Natur hat uns viele wertvolle Köstlichkeiten zu bieten. Man muss die nur kennen, finden und den Mut haben, sich damit zu befassen.

Auch wenn man kein Feuer und Kochtopf dabei hat, kann man vieles immer noch in Rohkost essen, direkt von der Wiese in den Mund.
Das hat den Vorteil, dass man sich ganz nebenbei den Magen füllt und noch gute gesunde Nährstoffe der Pflanzen zu sich nimmt.

Sind wir mal längere Zeit draußen, ist alles was wir zu uns nehmen wichtig, der Körper braucht die Energie.

Pflanzen finden


Ein erfahrener Waldläufer erkennt viele Pflanzen oft schon von weitem. Das erleichtert natürlich die Suche enorm und spart auch Kraft und Energie beim Sammeln.
Hier ein Beispiel mit dem

Wiesen- Bärenklau


Wiesen- Bärenklau

Eine schöne große Wiese und auch schon recht hoch gewachsen. Wenn man auf solchen Wiesen weiße Doldenblüten sieht, kann man ziemlich sicher sein, dass es der Bärenklau ist.
Sofort erkennt man mit einem Blick, wo überall der Bärenklau steht und man kann direkt darauf zulaufen.
Auf dem Weg von der einen zur anderen Blüte findet man immer noch zusätzliche weitere Wildkräuter.
Hat man die Blüte erreicht, schaut man nach unten und erkennt dann die unverwechselbare Blätter des Wiesen- Bärenklau.

Blüte des Wiesen- Bärenklau

Blätter des Wiesen- Bärenklau

Die Blätter kann man im Salat und im Wildgemüse gut verwenden und auch in den Smoothie oder in ÖL/ Teig als Knabberei ausgebacken.

Die Stiele des Bärenklau können wir, wenn wir sie geschält haben, direkt von der Wiese weg essen.
Sie schmecken lecker. Man kann sie aber auch als Gemüse kochen.

Stiel des Bärenklau

grob abschaben

abgeschabte Stängel

ungeschälte, haarige Stängel

Man kann von dickeren Mittelstiel auch die dünneren Seitentriebe verwenden.
Sie schmecken sogar leckerer und haben weniger Fasern.

Ist der Stiel etwas faserig, kaut man ihn so lange aus, bis nur noch die Fasern im Mund sind. So hat man wenigstens das meiste und nahrhafteste des Stängels gegessen.
Auf dem Bild mit den geschälten Stielen sieht man deutlich, dass der dickere Stiel schon viel fasriger ist. Aber man kann ihn trotzdem essen.

Die Klette

Für einen Waldläufer ist eine Klette auch immer ein guter Fund.

die große Klette

Die großen Blätter kann man als Teller, Unterlage und Toilettenpapier verwenden.
Hier habe ich auf die Schnelle einen Sammelbehälter gemacht.

Klettenblatt als Gefäß 

Die Blattstiele der Klette kann man schälen und direkt essen. Sie schmecken etwas bitter, aber man kann sich schnell daran gewöhnen. Sind sie zu faserig, kaut man sie aus und spuckt die Fasern dann einfach aus.

Klettenstiel

schälen und kleinschneiden

noch frische Brennnessel spitzen

geschälte Klettenstückchen mit Brennnessel spitzen 


Die Brennnesselspitzen zwickt man einfach mit der bloßen Hand ab und zerreibt sie in der Hand, damit die Brennhaare gebrochen werden. dann kann man sie direkt roh essen. Sie schmecken lecker und sind nahrhaft.
Sie haben viel Vitamin C, Eisen und Eiweiß.

Die abgebildeten Mengen sind natürlich noch zu wenig für eine vollständige Mahlzeit. Es braucht sehr viel größere Mengen um satt zu werden.

Dienstag, 19. Mai 2015

Survival am Arbeitsplatz


Das Arbeitsleben

So richtig Freude macht das Arbeitsleben heute oft nicht mehr. Und selbst eine Arbeit im Traumberuf ist keine Garantie für ein angenehmes Arbeitsleben.

Zu viel hat sich verändert.
Unsere Arbeit wird oft nicht mehr genug wertgeschätzt und viel zu oft nur als unangenehmer Kostenfaktor gesehen. Mit dem Ergebnis, dass wieder einmal eine ganze Abteilung oder sogar eine ganze Firma geschlossen wird und in ein Land übersiedelt, wo die Arbeit günstiger ist.
So konnte man das auch heute wieder in den Nachrichten hören.

Arbeit die nicht verlagert werden kann, wird versucht mit Lohndumping abzuspeisen.
Neue Arbeitsverträge sind in der Regel schlechter, als die bestehende Verträge der Kollegen, die schon länger dabei sind.
Nur das Geld zählt, nicht der Mensch!

Über die Arbeitsmarktsituation kann man sich noch lange auslassen, das will ich jetzt aber nicht tun.

Was ich im Folgendem schreibe, soll keine Aufforderung zur Arbeitsverweigerung sein, sondern für in unserem Rahmen gerechte und faire Arbeitsverhältnisse zu sorgen. Denn so manches haben wir auch selbst in der Hand.
Es ist nicht so, dass wir Arbeitnehmer völlig hilflos der Willkür ausgesetzt sind.

Was können wir tun? 


Mich interessiert mehr, was wir für uns persönlich tun können.

Im Internet gibt es viele Beiträge, welche uns den Zustand im Arbeitsleben beschreiben, uns auffordern das Hamsterrad zu verlassen, Ja sogar die Arbeit ganz aufzugeben und auf eigenen Füßen zu stehen, usw.
Es wird sehr oft gegen die Arbeit an sich und auch gegen die Ausbeutung aufgehetzt.

Unzufriedenheit über diese Situation gibt es genügend. Aber es werden nur sehr wenige Lösungsvorschläge gezeigt. 
Zumindest solche, die für einen Großteil der Leute auch umsetzbar sind.

Tatsache ist, dass wir alle ein Einkommen brauchen, um für uns und unsere Familien zu sorgen und auch, um uns unsere Wünsche zu erfüllen.

Als Arbeitnehmer müssen wir auch ein gewisse Würde behalten. Denn es ist immer noch so, dass die Arbeitgeber uns brauchen.
Auch wenn sie oftmals anderer Meinung sind.

Ich halte die Arbeit für nichts Schlimmes!

Auf der Arbeit liegt Segen und Fluch.
Haben wir Arbeit, denken wir oft, was wir alles tun können,wenn wir jetzt frei wären.
Haben wir keine Arbeit, wünscht man sich so sehr, wieder eine Arbeit zu haben. Ausnahmen bestätigen hierbei die Regel.

Es liegt an uns, wie wir unsere Arbeit gestallten und wie weit wir uns formen lassen.

Im Hinterkopf haben wir immer die prekäre Arbeitsmarkt- und Wirtschaftslage im Bewusstsein und
auch die Tatsache, dass jeder Arbeiter und Angestellte leicht ersetzbar und keine Arbeit heutzutage mehr sicher ist.

Das ist aber kein Grund, den Kopf einzuziehen, zu kuschen und zu buckeln.
Wir müssen Respekt haben, aber keine Angst!

Unterordnung ja, Unterwürfigkeit, nein!

Keine Allgemeinlösung

In dieser heutigen Zeit muss jeder für sich einen Weg finden, um das Beste aus dieser Situation herauszuholen.

Ich kann hier nur für die handwerklichen Berufe schreiben. Bei Bürotätigkeiten habe ich keine Kenntnisse. Müsste aber ähnlich sein.

In der Vergangenheit bin ich immer so lange an einem Arbeitsplatz geblieben, wie es mir gefallen hat.
Sind die Zustände für mich nicht mehr tragbar, suche ich mir eine neue Arbeitsstelle.

Gefällt mir etwas nicht, versuche ich das beste daraus zu machen und die Verhältnisse zu meinen Gunsten zu drehen. 

Es gibt Möglichkeiten, seine Arbeit durch Wissen und Fachkompetenz bis zu einem gewissen Grat zu steuern und lenken.

Dazu ist es aber notwendig, dass der Arbeitgeber und die Vorgesetzten unsere gute Arbeit, Leistung und Zuverlässigkeit auch sehen.
Nur so kann man versuchen, die Aufgabeneinteilung oder Arbeitseinweisung etwas zu steuern.
Denn ein guter und zuverlässiger Arbeiter hat in der Regel immer etwas mehr Spielraum, seine Situation zu verbessern

Denn es sind nicht immer die Klügsten, welche uns vorgesetzt werden. Das muss man sich zunutze machen.

Hat man gewisse Vorlieben bei der Arbeit, kann man versuchen, darin besonders zu glänzen um dafür öfters eingeteilt zu werden.
Besonders gerne mache ich dies bei Tätigkeiten, die andere nicht so gerne machen.
Dann werde ich öfters dazu eingeteilt und habe dabei meist meine Ruhe und bestimme selbst das Tempo und die Arbeitsmenge.

Genauso müssen wir auch den Mut haben,wenn wir zu einer uns ungeliebten Tätigkeit eingeteilt werden, uns ungeschickt anzustellen, damit wir davon befreit werden.
Man muss hier immer mit kühner Berechnung vorgehen.

Die Arbeit ist nicht mein Lebensinhalt


Ich mache meine Arbeit sehr gerne und liebe meinen Beruf als Gärtner.
Mir ist aber bewusst,dass ich jederzeit auch ersetzbar bin, wie jeder von uns.

Ich brauche meinen Arbeitslohn und bin immer noch von meiner Arbeitsstelle abhängig.
Das darf aber kein Grund sein, sich alles gefallen zu lassen.
Ich möchte für korrekte Arbeit auch korrekt und fair behandelt werden.
Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es Möglichkeiten des passiven Widerstandes.

Für mich ist es ein Katz und Maus Spiel. 
Versucht man mich für dumm zu verkaufen, weiß ich immer was zu tun ist.

Ich arbeite immer so, dass man mir nichts nachsagen kann.
Das Arbeitstempo muss nie zu schnell und nicht zu langsam sein.
Man muss ja auch an seine Gesundheit denken und die Zeit nach Feierabend!

Mit dem Arbeitsvertrag teilt der Arbeitgeber uns mit, wie viel Lohn wir für unsere Arbeit bekommen und was unsere Aufgabe ist.

Diese Arbeitsaufgaben werde ich immer erfüllen und der Arbeitgeber bezahlt den ausgemachten Lohn dafür.

Das nenne ich Dienst nach Vorschrift. 
Für viele hat das einen schlechten Ruf und ich verstehe nicht warum.

Leisten wir zuviel, bekommen wir in der Regel auch nicht mehr Lohn. Denn der Arbeitgeber bezahlt uns ja nach Vorschrift.
Also müssen wir auch nicht mehr leisten, als ausgemacht ist.

Leider ist es heute oft so, dass viele Arbeitgeber sich nicht mehr an diese Abmachung halten und das Arbeitspensum immer weiter nach oben treiben, aber den Lohn gleich lassen oder sogar senken.

Die Angst, die Arbeit zu verlieren, treibt auch viele dazu, mehr zu leisten, als verlangt wird.
Das kann sogar dazu führen, dass die anderen Kollegen, die ihr "normales" Pensum schaffen, und sonst in Ruhe gelassen werden wollen, in Bredouille geraden.
Denn der Arbeitgeber merkt, hoppla, es geht auch schneller, oder mehr. Eine sehr ungute Situation für die Arbeiter.
Im Kommunismus nannte man früher solche Kollegen Sollbrecher. 
So etwas muss man zu verhindern wissen.

Lösungsvorschläge, wie man etwas besser machen kann, bringe ich nur, wenn ich auch einen Nutzen davon habe. Denn ich muss nicht freiwillig mein Pensum nach oben treiben.
Wird aber meine Arbeit dadurch leichter und einfacher, bringe ich gerne Lösungsvorschläge vor.

Wenn das Arbeitspensum von Seiten des Arbeitgebers immer höher geschraubt wird, darf man nicht der Versuchung nachgeben, diese Arbeitsmenge auch zu schaffen.
Ich mache es dann so, dass ich mehr schaffe als bisher, aber bewusst nicht das Pensum erreiche.
Hiermit versuche ich ein Zeichen zusetzten. das Pensum ist zu hoch.

Oft klappt es, der Vorarbeiter oder Arbeitgeber ist zufrieden, dass mehr erreicht wurde und sieht ein, dass das Ziel zu hoch war. Hierzu kann man ein bisschen mit Überzeugungsarbeit nachhelfen.


Fazit:

Es geht nicht immer und überall so einfach, wie von mir beschrieben.
Diese Beispiele die ich hier genannt habe, praktiziere ich schon jahrelang erfolgreich.
Nicht immer, aber sehr oft.

Ich möchte ermuntern, die Arbeit mit einem gewissen ernst, aber nicht zu verbissen zu sehen. 
Sie ist nur ein notwendiges Übel, das uns hilft, die Rechnungen zu bezahlen.
Sie darf niemals unser Lebensinhalt sein,oder sogar bestimmen.
Denn verliert man dann die Arbeit, ist das Loch tief, in das man fallen kann.
Das muss nicht sein.

Das Thema Arbeit wird noch fortgesetzt...