Donnerstag, 9. Oktober 2014

Der heutige Jäger und Sammler

Wenn wir heute von Jäger und Sammlern hören, denken wir meistens an unsere weiteren Vorfahren oder an die heutigen Naturvölker, die noch ziemlich abgeschieden leben.

Ich denke, unser heutiges, modernes Leben ist nicht viel anders als das Leben früher war.

Wir haben alle noch die Selben Bedürfnisse und das menschliche Leben auf diesem Planeten hat sich nicht viel geändert, seit der Steinzeit.
Auch wenn es in der Weltgeschichte seither so einige große einschneidende Ereignisse gab, die ich hier aber nicht zum Thema machen will.

Das Leben ist heute etwas einfacher und bequemer als früher, aber der Kampf um die Existenz ist immer noch da.

Das Leben der heutigen Familie

Früher mussten die Männer alle paar Tage auf die Jagd und waren oftmals mehrere Tage unterwegs. War die Jagd gut, reichte es wieder für eine Weile. Vor dem Winter wurden die Jagd Anstrengungen noch verstärkt, denn man musste ja über die kalte Jahreszeit kommen.

Die Frauen und Kinder waren aber auch nicht untätig. Sie sammelten Wildpflanzen, Pilze, Beeren und fischten, stellten Körbe und Kleidung her usw.
Sie alle mussten ihren Teil zur Versorgung der Familie beitragen. 
Alte und Kranke wurden auch mitversorgt, Das System der Sippe und Familie funktionierte gut.

Heute gehen wir nicht mehr Jagen. Wir gehen zur Arbeit, verdienen unser Geld und kaufen was wir brauchen. Wer schlimmer dran ist, lebt vom Staat oder der Krankenkasse.

Heute sind wir zum großen Teil so unselbstständig, dass wir wirklich fast alles kaufen müssen.

Leider ist es heute aber oft so, das ein Lohn des heutigen Jägers nicht mehr ausreicht, um eine Familie ordentlich zu versorgen, So oft sehen wir, das beide Ehepartner arbeiten gehen müssen.
Manche für Prestige und Luxus, aber auch viele, um über die Runden zu kommen.

So wie früher, müssen beide ihren Teil zur Versorgung beitragen.

Die Familie als ein Unternehmen

Ich sehe heute die Familie oder auch die Singlehaushalte als ein Unternehmen, das wie früher auch, jeden Tag außer Haus geht, um für seine Bedürfnisse aufzukommen. Das gelingt wie damals auch, mal besser, mal schlechter.

Zur Not, wenn alle Stricke reißen, haben wir ja noch ein soziales Netz, das uns auffangen kann, in dem man aber besser nicht gefangen bleibt.

Ein Unternehmer schaut jeden Tag nach Aufträgen und hat meist mehrere Kunden, sollte einer Abspringen, hat er ja noch andere und auch täglich die Chance, neue Kunden oder Aufträge hereinzuholen. Er ist für Engpässe und Ausfälle vorbereitet, es gehört zu seinem Leben dazu. Er kann sehr flexibel sein, und sich auf veränderte Situationen schneller umstellen.

Natürlich besteht auch für ein Unternehmer das Risiko, komplett abzustürzen. Dass soll hier aber nicht Thema sein.

Der Arbeiter ist von seinem einzigem Arbeitgeber abhängig, Er ist sehr wenig flexibel. Geht es der Firma gut, ist der Job meist sicher, wenn nicht, muss man jeden Monat froh sein, seine Arbeit noch zu haben. Der Arbeiter oder Angestellte hat hierauf wenig Einfluss. 

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist heute nicht sehr rosig. Es gibt nur noch verhältnismäßig wenige gut bezahlte und unbefristete Arbeitsplätze. Viele haben noch einen Nebenjob, um über die Runden zu kommen oder um sich Dinge zu leisten, für die das eigentliche Einkommen nicht reicht.
Und sehr viele Arbeiter haben auch gar keine Arbeit.

Handeln wie ein Unternehmer

Wenn man unsere Gesellschaft mit der Gesellschaft der Jäger und Sammler vergleicht, sehe ich keinen großen Unterschied. Das Leben ist trotz allem Luxus immer noch hart und besonders heutzutage ist unser bisheriger Lebensstandard in vielerlei Hinsicht bedroht. 

In vielen Bereichen müssen wir lernen umzudenken und unser Leben wie die Jäger und Sammler selbst in die Hand nehmen. Die Hilfe des Staates ist nur begrenzt und oft auch mehr hindernd als hilfreich.

Im 2.Teil werde ich meine Gedanken, Ideen und Erfahrungen darüber schreiben, wie wir unser Leben selbst in die Hand nehmen und handeln können.



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