Dienstag, 28. Oktober 2014

Mobbing- eine gefährliche Alltagsgefahr!

Wer davon betroffen ist, für den ändert sich schlagartig alles.
Es fällt mit auch heute noch nicht so leicht, über dieses Thema zu schreiben und zu recherchieren.

6 Jahre habe ich schwerstes Mobbing durchgemacht und durchgehalten, angeleitet durch die Geschäftsleitung. Dazu schreibe ich später noch mehr.

Diese schwere Zeit war für mich eine harte Lebensschule bei der ich auch viel lernen und erfahren durfte. Schließlich wurde es dann für mich mit einer ganz passablen Lösung beendet. Auch dazu später noch mehr.

Hier werde ich meine Erfahrungen, Gegenstrategien und viele Tipps weitergeben.

Auswirkungen von Mobbing

Mobbing ist eine akute Alltagsgefahr, die jeden treffen kann. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Position man sitzt.
Der Arbeiter bis zum Vorgesetzter kann davon betroffen werden.

Es ist eine stille Gewalt. Einzelne oder eine Gruppe quält und schädigt den Betroffenen über einen langen Zeitraum gezielt durch soziale Manipulation, Verleumdung, Verbreitung von Gerüchten, Ausschluss aus dem Kollegium  und auch körperliche Gewalt.

Das Opfer hat meist kaum Chancen, sich aus der sozialen Gruppe, ohne einschneidenden Schritte, zu lösen, z.B. Schulklasse, Arbeitsplatz, Familie.
Damit ist diese Person so lange der Gewalt der Gruppe ausgesetzt, bis jemand diesen Mobbingprozess durchbricht.

Die Gründe dafür sind vielseitig.
Sei es aus Neid, Konkurrenz Denken eines oder mehrerer Mitarbeiter, Positionsstreit, will der Arbeitgeber "billig" Leute loswerden uvm.

Mobbing ist ein Angriff auf die Psyche, Gesundheit, Ansehen und Persönlichkeit des Betroffenen. 

Der Betroffene wird psychisch und physisch zermürbt, zerbrochen, schlimmstenfalls bis hin zur Arbeitsunfähigkeit und Selbstmord.
Er hat auch alle Symptome des Burnout.
Die Methoden der Mobber sind oft kriminell und doch nicht immer leicht nachzuweisen.

Ist der Fall fortgeschritten, wird das Mobbingopfer auch häufig  von den Arbeitgebern in anderen Personalbüros bekannt gemacht.
Dadurch ist es oft schwieriger für den Betroffenen eine neue Arbeit zu finden.
Zusätzlich ist das Nervenkostüm und die Gesundheit so angeschlagen. dass ein 100 Prozentiges Arbeiten gar nicht mehr möglich ist. Das macht die Arbeitssuche nicht leichter.

Der Gemobbte kann in der Regel nicht mehr alleine aus diesem Teufelskreis herauskommen.

Die Verzweiflung geht auch auf die Familie und Angehörigen über, da sie die Launen und apathisch// depressiven  Phasen des Opfers mit durchmachen müssen.
Dies kann zu schweren Ehekrisen führen, bis hin zur Scheidung.

Es ist wichtig, das der Gemobbte zuhause ein gutes und helfendes Umfeld hat. Hier zeigt sich besonders, wie gut der Freundeskreis ist.

Der Betroffene ist auf einmal für die Angehörigen nicht mehr wieder zuerkennen.
Die Freude am Leben ist verschwunden, das Lächeln ist gezwungen, selbst Hobbies und Interessen machen keine Freude mehr.
Er zieht sich zurück von Freunden, Verwandten und von Verpflichtungen.
Für die Angehörigen ist es sehr schwer damit umzugehen.
Freunde können sich dadurch auch abwenden.

Der Mobbing Betroffene vereinsamt und ist Verzweifelt.

Auswirkungen auf mich

Bei mir kam es nicht soweit. Meine Familie und gute Freunde und Bekannte haben mir immer gut mit Rat und Tat zur Seite gestanden und besonders meine Frau gab mich nie auf, obwohl auch sie oft unter meinen Launen und Sorgen und Ärger leiden musste.
Aber sie baute mich auch immer wieder auf.

Obwohl ich diese schwere Mobbing Zeit einigermaßen gut überstanden haben, ging sie nicht ganz spurlos an mir vorüber. Und ich leide heute noch darunter.

Ich bin oft sehr nervös, dünn häutig und sehr oft noch in dem Wachsamkeit- und Kampfmodus, den ich brauchte, um dem Mobbing stand zuhalten und gegenzusteuern.
Ich bin verhärtet, aber nicht verbittert, sondern habe niemals meine Lebensfreude verloren.

Bossing

Das ist ein unbekannteres Wort dafür, wenn das Mobbing von oben kommt.

Es ist nicht einfach, wenn man zur Arbeit fährt und weiß genau, es wird wieder ein harter Tag und was werden sie wohl heute alle versuchen, um mich zu zermürben.

Der Geschäftsführer, Personalleiter, Ingenieur, Meister und die von denen aufgestachelten Kollegen haben alle versucht,auf Anweisung des Geschäftsführers mich rauszuekeln. Erst Jahre später haben sich 2 Kollegen bei mir entschuldigt für das was sie mir alles angetan haben.

Sie haben mir sogar dann die letzten etwa 2 Jahren geholfen, wenn sie mir z.B. sagten, auf was ich achten muss, wo sie mir wieder einen Fallstrick stellen wollen oder was der Meister wieder vorhat, gaben mir Informationen, die man mir von oben vorenthalten wollte usw.
Warum das Bossing war, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt erzählen. Aber ich bin sehr froh darüber, dass es nicht an mir lag.


Auf den ersten Blick ist Mobbing nicht sofort zu erkennen

Nicht jeder Scherz, forsches Anreden, ungerechte Behandlung oder Nichtbeachten ist sofort Mobbing.
Jeder hat mal einen schlechten Tag oder macht privat eine schwere Zeit durch, so dass dies auf der Arbeit etwas forsch und unfreundlich wirken kann.

Wenn man sich dadurch gekränkt oder angegriffen fühlt und dies auch deutlich macht, kann man unbewusst eine schlimme Situation einleiten.

Erkennt man aber, dass diese Periode und die unfreundlichen Gesten und Angriffe oder Anschuldigungen oder Ausgrenzungen länger und häufiger vorkommen und auch nicht jeden betreffen, so muss man wachsam sein.
Dies darf man auf keinen Fall ignorieren und als vorübergehend abtun.

Das Thema wir fortgesetzt.

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